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WORTBEITRAG

08. Juni 2005, 19:32 Uhr, leeloo

Vorurteile sind nicht primär negativ!

Verurteile sind Voraussetzung um Fragen zu stellen! Nur so ist es möglich, eine sachliche Wahrheit, gegen die eigene Vormeinung auszuspielen. Denn was zum Verstehen lockt, muss sich selber schon zuvor in seinem Anderssein zur Geltung gebracht haben. Vorurteile öffnen Fragen, interessieren und schlussendlich will man sich etwas sagen lassen! In Wahrheit wird das eigene Vorurteil dadurch recht eigentlich ins Spiel gebracht, dass es selber auf dem Spiele steht. Also, ohne Vorurteile entstehen keine Möglichkeiten. Möglicherweise wir ein Vorurteil revidiert oder man lässt sie des Spieles Ergebnis nicht anerkennen und lässt diese beim Alten.


Was Du hier "Vorurteil" nennst, nenne ich "Vorverständnis". Unter dieser Voraussetzung gehe ich mit Dir d'accord. Mit "Vorurteil" verbinde ich zu sehr ein nicht wohlüberlegtes Urteil und deshalb Fehlurteil, das sich bei derart Urteilenden hartnäckig hält, zum Beispiel ein Feindbild.

Zenon | 17. Juni 2005, 02:27 Uhr | http://www.leo-allmann.de


Du korrelierst Prozesse mit Zuständen - ein Urteil bezüglich einer Sachlage ist von meinem Verständnis ausgegangen, eine abschlossene Handlung/Meinungsfindung, die nun wiederum als Basis für weiteres Argumentieren dienen kann, etc. Die Meinung unterscheidet sich vom Urteil nur darin, dass sie meist kein Fundament bestitzt. Sogesehen ist ein Vorturteil nichts anderes als eine "festgefahrene Meinung", wenn man so sagen will, die ihrerseits wenig zum "Verständnis" beiträgt.
Frage: Wie willst du ein Gedanke, der einem Vorurteil schliesslich vorausgeht, für und ungültig erklären, resp. dessen Existenz rückgängig machen und ihn als nie dargewesen anschauen?
Gemäss Descartes würdest du damit Selbstmord begehen! ;)

Gruss,
Tiago

Tiago | 21. Juni 2005, 02:12 Uhr |


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