30. Juni 2005, 22:19 Uhr, nggalaiGrau.Ewiggestrig schleicht die Erkenntnis durch den müden Kopf, einen Zeigefinger auf den Brettern der wackeligen Bücherregale entlang streichend. 'Staubig hast Du's hier werden lassen,' hustet sie nicht unfreundlich und klatscht die Hände zusammen. Goldener Staub stiebt auf, um als glitzernde Miniaturtoaster auf den Boden zu fallen und mit leisem Gequieke in den Astlöchern des klebrigen Parkettbodens zu verschwinden.
In der Ferne röhrt ein Hirsch traurig nach seinem Telephon, welches vor wenigen Tagen mit einer Kuchengabel durchgebrannt war. Der Mond rüttelt die Stäbe seines Käfiges, und ein Käfer krabbelt mit einem brennenden Ball in den Zangen über den gefrorenen Fluss, als ein Eichhörnchen sich mit dem jungen Mann über Semiotik unterhält. 'Quiek,' sagt es, 'quiek! Quiek! Quiek, quiek!'
Der junge Mann nickt verständnisvoll. Nicht mal die jaulenden Akkordeon-Büsche bringen ihn aus dem Konzept, und die zylindertragenden Rechenknechte des nahegelegenen Gläserwaldes versuchen vergeblich, seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Sie explodieren in einer Kaskade von stinkenden Blautönen. Er ist daheim.
siebenkaes | 07. März 2006, 15:00 Uhr |
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