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WORTBEITRAG

28. November 2005, 16:36 Uhr, Sinn

Lass mich vergessen... Ein Tag danach.

Als ich erwachte war das erste was ich erblickte meine Hand und das erste was ich fühlte Kälte. Eine eisige Kälte um mich herum und in mir drin. Ich lag auf dem Boden, im Sonnenschein der durch das Fenster drang. Meine Hand lag vor meinem Gesicht auf dem Boden. Ich erhob mich aus der Kälte und stützte mich auf meine Hände. Langsam begann ich das warme Sonnenlicht auf meiner Haut zu spüren und mir wurde warm. Ich begann mich an Gestern zu erinnern und die Kälte in mir wuchs. Benomen erhob ich mich und schob mich aufs Bett. Ich erinnerte mich nicht mehr an Gestern, doch die Kälte ihn mir bekam ein Gesicht. Das Gesicht eines Mannes das mir sehr vertraut war doch konnte ich mich nicht erinnern wer er war. Ich sah ihn genau vor mir, wie aus Stein gehauen mit einem unbeschreiblichen Ausdruck in den Augen von Trauer und Sehnsucht doch mein Geist verbot mir ihn zu erkennen. Das einzige was er mich spüren lies war die Gewissheit etwas Schreckliches getan zu haben. Ich stand auf und ging aus dem Zimmer. Ich nahm meine Jake und Tasche, Schuhe hatte ich schon an. Ich verließ mein Haus. Ich musste gehen, nichts hielt mich mehr an diesem Ort. Als ich vor die Tür trat wehte ein Kalter Wind. Ich schaute auf die Uhr und freute mich ein wenig nicht zu spät zur Schule zu kommen. Ich wusste immer noch nicht was Gestern geschehen war. Doch ich wusste, ich werde mich noch früh genug daran erinnern.
Auf dem Weg zur Schule komme ich stets an einem sehr alten und großen Baum vorbei. Ich bleibe oft stehen und betrachte und berühre ihn. Doch Heute schämte ich mich dem Baum gegenüber zu treten, der noch nie jemals etwas Böses tat und nie jemals jemandem geschadet hatte. Er war alt doch so rein wie ein neugeborenes Kind, von jeder Schuld bewart. Er erfreute schon seit vielen Jahren die Menschen und vielleicht hat ihn sogar einmal ein Mensch geliebt. Dieser Gedanke machte mir Mut und ich drehte mich zu ihm hin und fragte ihn:
„Hat dich je ein Mensch geliebt?“
„Nein, dies tat nie ein Mensch.“ Antwortete er mir.
Dan fragte ich ihn: „Hast du jemals einen Menschen geliebt?“
„Ja, dies tat ich.“
Ich schaute ihn erstaunt an und ging weiter. Ich lief schon eine Halbestunde lang über eine Ebene als ich endlich zum Rande des Waldes kam, in dem meine Schule lag. Nun ließ ich die Felder und Wiesen hinter mir und ich tauchte ein in den dunklen Eichenwald der vor mir lag und der mein Ziel in sich barg. Ich blickte noch einmal zurück auf die freie, mit bunten herbst Bäumen durchzogene, Ebene und zum wunderschönen Himmel hinauf mit seinen schönen und anmutigen Wolken. Ich stellte mir vor ich sei ein Vogel und fliege durch die Wolken und unter mir sei ein Farbenmeer aus Blättern. Diese Vorstellung gefiel mir sehr als ich durch den dunklen Wald lief und ich versank immer tiefer hinein, vergaß alles um mich herum bis mich eine Stimme aus meinem Tagtraum riss.
„Hallo.“ Sagte eine schöne Stimme.
Ich erwachte aus meinem Traum und blickte geradewegs in die tief grünen Augen von Sue, die direkt vor mir stand. Sie war makellos schön und ihr Lachen besegnete die Welt um sie herum mit Glück. Ihr Haar, das ihr bis zur Hüfte reichte, schimmerte wie schwarze Seide im Zwielicht des Waldes. Sie trug nur ein leichtes Kleid doch schien sie nicht zu frieren. Sue war eine intelligente Persönlichkeit voller Leben. Ihr Tun war von Liebe und Schönheit geprägt.
„Hallo Sue. Ich hab dich gar nicht bemerkt.“
„Oh du, wie immer am Träumen.“ Antwortete sie süß lächelnd. Ihr Lächeln war das erste an diesem Tag das die Kälte in mir ein wenig vertrieb. Ich lächelte zurück und antwortete: „Wie schön dich zu treffen.“
Sie sagte, sie sei auch auf dem Weg zur Schule also gingen wir zusammen den restlichen Weg. Wir sprachen ein wenig miteinander und ich war sehr froh darüber denn so lenkte sie mich von dem schrecklichen Erwachen von Heute Morgen ab. Wir liefen nicht sehr lange als es plötzlich heller wurde im düstren Wald und dann sah man schon eine Lichtung, die sanft von innen leuchtete. Sie barg ein unheimlich weises Licht in sich, das im Rhythmus eines Herzes pochte.

Ein geheimer Platz. Nie würde je ein Mensch ihn zu finden wagen oder ihn zu betreten versuchen. Der heilige Ort nur für uns.


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