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WORTBEITRAG

20. Juli 2006, 08:50 Uhr, Epiphanius

Festlandsprache

So murmelte er hier in dieser Nacht mit jenen Worten ... Dass es mit der Schrift sein könnte, wie auch mit den anderen Notation; sie suchen ja doch alle ... nach dem regen Interpreten; dass das Belauten der Schrift dabei wie ein Beleben sei, dass das Lauten wie Wehrübung sei ... entgegen die Bevormundung; dass Stimmlos kraftlos sei ... dass das Stimmlos vergolde nur dein Eiland des Schweigen ... Klick.

Erläuterungen: Dies ist ein Plädoyer für das aktiven Rezipieren der Schriften. Was ich sagen will ist, dass das laute Lesen eine lebendigere Interpretation des Geschriebenen bedeutet; leises Lesen bereichert nur den passiven Wortschatz, lautes Lesen aber auch den aktiven ... ein mir recht wichtiger Punkt. Das laute Lesen ist zwar langsamer, aber es ergreift doch viel mehr und anders ... auch das Denken scheint mir darin substanzieller und sozialer. Ein Thema, das ich auch gerne einmal im Lichte der neueren Neuropsychologischen Forschung betrachten würde.

Siebenkaes: Ja, verstehe. Ist das nur beim Selbst-Laut-Lesen der Fall oder auch beim Vorgelesen-Bekommen?

Gute Frage ... vom Selberartikulieren habe ich mehr Gewinn ... mir darauf dann noch eine Fremdartikulation anzuhören ... das könnte wohl das Sahnehäubchen sein ... da kommt der Rezipient dem ›Rezitierfähig‹ nahe und erfährt neue Interpretationsweisen. Umgekehrt, erst Hören, dann artikuliertes Lesen, geht natürlich auch; aber, da fehlt dann ein wenig das kreative Element und die Freiheiten, die mit einer Erstbegehung verbunden sind.

Auch diese aktiv rezipierten Texte zerfallen mir ja in kurzer Zeit zum größten Teil in unbewußt schlummernde, nun aber doch latent auf im Sprach- und Gedankenspiel zum Zuge kommen wollend lauernde Wort-, Sprach- und Sinnpartikel; die jedoch bleiben dort ja nicht statisch; die werden ja integriert und internalisiert; von einem hoch komplexen, dynamischen, individuellen Netz aus Lebensspuren, Sinnspuren, Ideen, Motiven, Gedanken; da findet auch unbewußt Verarbeitung statt; daraus entsteht Neues; daraus fischt das Bewußtsein das Neue in der kreativen Betätigung ... Ja, das ist glaube ich eine nicht ganz unpassende Annäherung an das Werkeln der Psyche dazu.


"dass das Belauten der Schrift dabei wie ein Beleben sei" - meinst Du die Punkte im Hebräischen?

siebenkaes | 17. Juli 2006, 14:35 Uhr |


... nein Siebenkaes, es ist hier nur ein alternatives Wort für "lautes artikuliertes Sprechen"; was ich sagen will ist, dass das laute Lesen eine lebendigere Interpretation des Geschriebenen bedeutet; leises Lesen bereichert nur den passiven Wortschatz, lautes Lesen aber auch den aktiven ... ein mir recht wichtiger Punkt ... lautes Lesen ist zwar langsamer, aber es ergreift doch viel mehr und anders ... auch das Denken scheint mir darin substanzieller ... finde ich. Ein Thema, das ich auch gerne einmal im Lichte der neueren Neuropsychologischen Forschung betrachten würde.

Epiphanius | 17. Juli 2006, 16:39 Uhr | http://epiphanius.wortbeitrag.net


Ja, verstehe. Ist das nur beim Selbst-Laut-Lesen der Fall oder auch beim Vorgelesen-Bekommen?

siebenkaes | 18. Juli 2006, 18:41 Uhr |


Gute Frage ... vom Selberartikulieren habe ich mehr Gewinn ... mir darauf dann noch eine Fremdartikulation anzuhören ... poh! ... das könnte wohl das Sahnehäubchen sein ... murmel murmel ...da kommt der Rezipient dem "Rezitierfähig" nahe ... erfährt neue Interpretationsweisen ... murmel murmel ... umgekehrt geht es natürlich auch, aber, da fehlt dann ein wenig das Kreative Element und die Freiheiten, die mit der Erstbegehung verbunden sind ... murmel murmel ...

... dieses aktive Rezipieren von Geschriebenem ... zerfällt mir ja in kurzer Zeit zum größten Teil in unbewußt schlummernde, nun aber doch latent auf im Sprachspiel (Gedankenspiel) zum Zuge kommen wollend lauernde Wort-, Sprach- und Sinnpartikel ... murmel murmel ... ja, das ist glaube ich eine passende Annäherung an das Werkeln der Psyche ... murmel murmel ... danke Siebenkaes!

Epiphanius | 18. Juli 2006, 21:45 Uhr | http://epiphanius.wortbeitrag.net


... und diese latenten Wort, Sprach und Sinnspuren ... die bleiben ja nicht statisch ... die werden integriert, internalisiert ... von einem hoch komplexen, dynamischen, individuellen Netz aus Lebensspuren, Sinnspuren, Ideen, Motiven ... murmel ... da findet unbewußte Verarbeitung statt ... daraus entsteht Neues ... daraus fischt das Bewußtsein das Neue in der Kreativität ... murmel, murmel ...

Epiphanius | 18. Juli 2006, 22:02 Uhr | http://epiphanius.wortbeitrag.net


Habe meine Kommentare überarbeitet und in den Artikel integriert ... mit der anregenden Frage von Siebenkaes.

Epiphanius | 20. Juli 2006, 08:53 Uhr | http://epiphanius.wortbeitrag.net


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