WWW.WORTBEITRAG.NET  :  KOMMENTARE
WORTBEITRAG
Impressum
Hauptseite
---
Login
---
Dezember
Juli
Februar
Dezember
Februar
Januar
November
Oktober
Juni
März
Februar
Dezember
September
August
Juli
Juni
Mai
April
März
Februar
Januar
Dezember
November
Oktober
September
August
Juli
Juni
Mai
April
März
Februar
Januar
Dezember
November
Oktober
September
August
Juli
Juni
Mai
April
März
Februar
Januar
Dezember
November
Oktober
September
August
Juli
Juni
Mai
April
März
Februar
Januar
Dezember
November
Oktober
September
August
---
WORTBEITRAG

24. September 2006, 17:47 Uhr, Epiphanius

Gaia-Dynamik

Hier ein Versuch, die aufbrechenden Konflikte zur islamischen Welt auf eine andere Ebene zu projizieren:

Zu dem Argument, die islamischen Staaten seien rückschrittlich, ohne industrielles Innovationspotential, ohne Willen zum guten Leben ...

Die westliche, säkulare Staatengemeinschaft ist fortschrittlich, innovationsfreudig, aggressiv in ihrer marktwirtschaftlichen Eroberung der Welt.

Wir leben hier in einer Phase von großer Meinungsfreiheit und der Toleranz gegenüber anders Denkenden, ja; jedoch, wir definieren dieses 'gute Leben' von innen heraus.

Wir wollen dabei festhalten, was wir erreicht haben und nach Möglichkeit immer mehr; ja, marktwirtschaftlich postulieren wir gar, es geht nur so weiter, indem wir immer mehr Wirtschaftswachstum erreichen.

Von einer intellektuellen Warte aus betrachten, leben wir in einer Welt mit fantastischen Möglichkeit, fantastischem Wohlstand und fantastischer Freiheit ... jedoch auch in einer Welt mit fantastisch anmutenden Problemen, ... sozial, politisch wie ökologisch.

Von dieser intellektuellen Weltsichtwarte aus, ist es aber für die meisten Menschen völlig jenseits der Realisierbarkeit, dass es noch eine fundamental andere Weltsicht gibt; ich bezeichne diese als eine holistische, ganzheitliche, fromme Sicht des wirklich religiös angerührten Menschen.

Alle großen Weltreligionen halten den Gläubigen zu einem nachhaltigen, einfachen und bescheidenen sozialen Leben an.

Wir in unserem Säkularismus verhalten uns diesem holistischen Leben gegenüber überheblich und fragen, was haben die schon erreicht, was haben die für ein Potential?

Der holistische Mensch könnte ebenso fragen: Was wollen die noch alles erreichen, haben sie nicht in ihrem Modernisierungs- und Fortschrittswahn die Welt schon nahe genug an den Rand des Abgrunds geschoben?

Ich verstehe die gegenwärtige Konfrontation mit der islamischen Welt auf dieser Metaebene. Der Westen schickt sich an den Menschen einschließlich des Globus und seiner Biosphäre auf eine nicht natürliche, entfremdende, sich selbst zerstörende Weise zu verändern.

Die genuin religiösen Menschen können eigentlich nicht anders, als unserem System wie Menschenbild konträr gegenüber zu stehen. Was wir hier leben und wirtschaften entspricht nicht dem ursprünglichen Christenbild, noch dem des Islam, noch dem des Buddhismus. Angemerkt sei hier, dass ich das Lebens des einfachen Moslems als viel frommer als das der Christen erachte.

Ich mühe mich in der Betrachtung, dass nicht aller Fortschritt vergeblich war und in der falschen Richtung erfolgt ist.

Anlässlich des Militärputsches in Thailand stieß ich in einem Beitrag von Jörg Auf dem Hövel in der Telepolis auf das Folgende: Thailands König Bhumibol mokierte in öffentlichen Ansprachen, dass die buddhistische feine Art, kein Verlangen nach irdischen Gütern zu entwickeln (non-desire), keine Zukunftsträchtigkeit besäße ...

Meine Haltung dazu dürfte ihnen klar sein; die kapitalistische Marktwirtschaft verführt den Menschen auf Abwege; dieses bei uns so lebensbeherrschende Motiv kennt, ob der Säkularisierung und der Verweltlichung des westlichen Menschen, noch nicht einmal mehr ein schlechtes Gewissen. Als Extrembeispiel erinnere ich hier an die fatale Marktpolitik eines großen Babynahrungskonzerns in den Entwicklungsländern.

Wikipedia Die Gaia-Hypothese


das trifft den kern der problems

nita | 28. September 2006, 10:37 Uhr | http://nita.wortbeitrag.net


Kommentar schreiben:




! Bitte alle Felder ausfüllen. HTML wird nicht interpretiert.

Abschicken

zurück

Dezember | Juli | Februar | Dezember | Februar | Januar | November | Oktober | Juni | März | Februar | Dezember | September | August | Juli | Juni | Mai | April | März | Februar | Januar | Dezember | November | Oktober | September | August | Juli | Juni | Mai | April | März | Februar | Januar | Dezember | November | Oktober | September | August | Juli | Juni | Mai | April | März | Februar | Januar | Dezember | November | Oktober | September | August | Juli | Juni | Mai | April | März | Februar | Januar | Dezember | November | Oktober | September | August |
1924 Wortbeiträge in 233 Wortstationen | RSS-Feed | Kredits | Hosted by NETZONE | © 2003 - 2004 by NETZLABOR