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WORTBEITRAG

22. Januar 2007, 07:41 Uhr, Epiphanius

Vernunft und Glaube

Vernunft und Glaube verstehe ich nicht als gegensätzlich, sich gegenseitig limitierend oder getrennt voneinander.

Die Religionsstiftungen als Erziehungsprogramme der Menschheit betrachtet, heben diese erst auf ein Niveau der Vernunftfähigkeit und damit zur Befähigung gemeinschaftliche Wertekodexe zu differenzieren.

Glaube heißt so abstrahiert die Bejahung der Gemeinschaft der Vernunftwerte. Die Gemeinschaft steht hier im Mittelpunkt.

Diese Wertegemeinschaft war einmal das theokratische Zentrum der Gesellschaft und seine Erfüllung bei den Christen die Verwirklichung der Gottessohnschaft und des Menschseins in dem Beziehungsbegriff Kinder Gottes. Gott war hier keine Statue noch ein Bild noch ein intellektuelles Funktionssystem; er war eine transzendente Beziehungsganzheit, der der Mensch nur in einer Art von frommem Leben nahe kam.

Heute ist Gott im Leben der Menschen weitgehend entthront. Es zählt nun nur mehr das Ich, das Gesetzt, Intellektualität und Funktionieren.

Maximale Freiheit des Ich, Intellektualität, Ellenbogen und die Freiräume oder Lücken des Gesetzes bei Marginalisierung der Gemeinschaft, dass ist die heutige Konstellation der Welten, in der die Partikularinteressen immer rücksichtsloser um Reichtum und Macht kämpfen.

Es ist klar, dass ich unter der Vernunft weit mehr verstehe, als die geregelte existentielle materialistische Orientierung.

Vernunft ist mir mit Jesus von Nazareth eine revolutionären Vision; die Versetzung des Gemeinschaftsmenschen in eine höhere Klasse des Erziehungsprogramms.

Nur, er weigert sich beharrlich, der Bengel, er denkt immer noch, full spectrum dominance und overkill, biologische Waffen, Geheimdienste, Plutokratie und das Alles sei die höchste Vernunft von Gottes Gnaden.


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