30. August 2008, 12:04 Uhr, kaiEintauchen ... abtauchen wie ein DelphinNach dem Urlaub ist auch noch wie Urlaub!? Vier Nachmittage infolge am Kiesteich meiner Träume liegen hinter mir und zwei noch vor mir.
Auf der Hinfahrt zum Kiesteich bestellte ich mir einen tollen Platz beim Universum.
Dies zwar erst kurz vorm Ankommen, aber ich bestellte …
Am See angekommen, staunte ich nicht schlecht, mein Lieblingsplatz neben einem kleinen Baum wartete auf mich und ich begrüßte ihn ;o)
Jetzt breitete ich meine Isomatte aus und schwupp sie wupp erklangen auch schon die ersten Töne aus meinem portabelen Soundsystem.
(mp3-Player und extra Boxen)
Barfuss life ich auf´s Wasser los, erst mit langsamen Schritten und dann schneller werden.
Gegen Wasserkante fast schon rennend, trotz spitzen Kiessteinen.
Ein Hechtsprung und ich tauchte ein in die andere Welt.
Die Sekunden verschwammen in Momenten, tauchend, eintauchend ins kühle Nass.
Langsam öffneten sich meine Augen und Geräusche folgten.
Durch meinen Lauf rutschten Kieselsteine und lösten Steinlawinen Unterwasser aus.
Aufregende Geräusche im See entstanden und meine Ohrmuscheln saugten sie auf.
Es wurde wieder still um mich.
Jetzt stachen mir verwischt erscheinende Wasserpflanzen ins Auge und als ich nach Links blickte streiften gebrochene Sonnenstrahlen meinen Blickwinkel.
Die Arme und Beine Arbeiten geschmeidig, sie bewegten mich in ein Reich, eines im Wasser des Kiesteiches.
Ich war weg, nah bei mir und meine Sinne waren zwar die gleichen, doch auf eine andere Art.
Wenn der Himmel auch so leicht zu erforschen wäre, so dürfte er mich tauchen, eintauchen erleben und dies jeden Tag.
Das Wasser wurde dunkler und die zurückgelegte Wegstrecke lies es nur erahnen wie tief ich tauchte.
Langsam stiegen meine ersten ausgeatmeten Luftblasen in die Höhe des Sees.
Der Genuss der anderen Welt trieb ein Wärmegefühl in meinem Körper hoch, ich tauchte weiter tiefer und die Sicht glich gleich null.
Gedanken über die vergangene Zeit, unter Wasser kam mir erst viel später in den Sinn und ich kann sie nicht wirklich abschätzen.
Langsam ging mir die Luft aus und mir wurde leicht schwindelig, ein deutliches Zeichen zum auftauchen.
In der Aufwärtsbewegung richtete sich mein Kopf auf und es wurde wieder heller, der unklare Blick in Richtung Wasseroberfläche gab mir keinen Anhaltspunkt über die Distanz nach oben.
Ich wollte schon den Mund aufmachen um meine Lungen mit Luft zu füllen, die ging nicht.
Das Wasser über meinem Körper und Kopf wollte kein Ende nehmen.
Es sollte nach all der schönen Zeit schnell gehen und die Sekunden tickten Gefühlsmäßig eher rückwärts.
Endlich, endlich oben in meiner Welt.
Luft, Luft und nochmals Luft zum atmen.
Glücklich und zufrieden schwamm ich ganz langsam zum rettenden Ufer.
Angekommen und im trockenen liegend folgten die Fragen an mich …
Was war das?
Was habe ich mir bei diesem Ausflug bloß gedacht?
War das wirklich knapp?
…
Jetzt am Abend nach dem verarbeiten, der gelebten und erlebten Situation stelle ich mir sie schönste Frage des Tages:
Warum bin ich kein Delphin??? *ZWINKER*
Heitersheim, den 29.08.2008
(Kai Peter Jasny)
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