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WORTBEITRAG

02. Oktober 2008, 13:00 Uhr, bjoernholste

Mein eigenes Ego Ich

Egal wie jung oder wie alt man ist, es ist immer so. Schauen wir uns doch einmal die Kleinsten von uns an. Kinder werden doch gleich mit dem Konsum erzogen. „Das will ich nicht“ , „der hat das auch“, sind oft Worte die man hört wenn man allein durch die Konsumläden der Städte schreitet.
Warum teure Kleidung, warum Schönheits - OP´s, ein schnelles Auto, ein großes Penthouse ? Für wen ist das alles? Wir werden doch in unserer heutigen Zeit wahrlich gezwungen in der Zeit der Oberflächlichkeit und der Anonymität. Jeder muss hübscher, besser und schöner sein als der Andere. Mehr haben als alle Anderen.
Es gibt Menschen die zum zehnten Mal 40 werden, zum fünften Mal 29 werden und eigentlich doch schon steinalt sind! Nein, schon wieder so ein Vorurteil. Man ist so alt wie man ist und nicht jünger oder älter. Aber warum machen wir das? Warum wollen wir anderen besser gefallen, uns in Single – Börsen jünger und attraktiver machen, uns schlank, sportlich, belesen und gesund ernährend darstellen, obwohl wir klein, dick, runzelig sind und uns ungesund ernähren?
Die äußere Fassade ist in der heutigen schnelllebigen und oberflächlichen Zeit, die Fassade, die Stärker ist als die Berliner Mauer damals – Mein eigenes Ego Ich! Ich bin, ich will und ich werde. Vielleicht ist es aber auch gut so, dass man die Schutzfunktion aufbaut, heute in der Zeit der Frustration, der Schneide zwischen Arm und Reich. Jeder will doch – Hand ans Herz – zur besseren Seite gehören. Nur wo ist die? Dort, wo es die Fassade gibt, die Unechte Brust, der geformte Knack- Po, das geleaste Riesenauto oder dort wo der authentische Mensch steht. Der Mensch, der so ist wie er ist, vielleicht all das scheinbar „wichtige“ dieser Zeit nicht zahlen will - kann, ohne sich zu verschulden. Verurteilen wir den anderen weil er es nicht hat? Nein, wir schauen ihn einfach insgeheim anders an – aus unserem eigenen Ego Ich.

30.09.2008
Björn Holste, Kaisheim


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