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05. September 2011, 10:45 Uhr, aulaykind sein!seit dem ich kind bin kann ich ungerechtigkeit nicht ausstehen. damals schmerzte es mich immer sehr wenn ich sah wie ein erwachsener ein kind ungerecht behandelte. ich konnte zwar ungerechtigkeit zwischen den kindern auch nicht akzepieren, obwohl mir bewusst war, dass kinder es ja noch lernen mussten, aber mir ging es einfach nicht in den kopf woher sie es lernen sollten wenn die erwachsenen selber nicht fair sein konnten. ich fand es schrecklich dass gewisse kinder nicht von gerechten eltern lernen konnten. ausserdem verstand ich nicht wieso gerechtigkeit nicht einfach ausgeführt werden konnte, es ist doch ganz einfach? ich fragte meine eltern warum es nicht einfach so ginge und sie sagten mir dass halt auch erwachsene nicht alles richtig machen können und viele es halt auch nie gelernt hätten gerecht zu sein, weil eben auch ihre eltern nicht gerecht waren. ich fand das ziemlich scheisse. wie soll es denn irgendwann gerechtigkeit geben auf dieser welt? heute weiss ich es wird keine gerechtigkeit geben. zumindest nicht überall, nur im kleinen. beim mir und meiner freundin, bei meiner familie, bei meinen engsten freunden, vielleicht einmal in meinem quartier. wer weiss. diese hoffnung ist die letzte hoffnung für gerechtigkeit. traurigerweise habe ich auch in meinem freundeskreis ungerechtigkeit gesehen. ich sehe auch in meiner stadt ungerechtigkeit. in der welt muss ich ja gar nicht erwähnen. das ich nicht lache. ich sehe wie sich die ungerechtigkeit weiter verbreitet, wie schon immer. ihr hattet also keine gerechten eltern? und plötzlich vertsand ich wie krieg entsteht. menschen töten menschen, töten. einfach weil niemand gelernt hat gerecht zu sein. oder nach ungerechtigkeit, gerecht zu handeln. menschen sind halt einfach dumm. und ungerecht. wieso bin ich ein mensch? ich möchte nicht dazu gehören. ich möchte nicht zu den ungerechten gehören. ich bin ungerecht, weil ich ein mensch bin. menschen töten menschen. seit jeher. aber müssen wir dies weiterführen. sind wir nicht ein bisschen gerechter geworden? kein bisschen? menschen sind ungerecht. es muss wohl so sein. aber nicht für mich! es reicht! ich bin kein kind mehr, mir tut gerechtigkeit aber immernoch weh. noch mehr als früher. ich fühle mich alleine. ich will diese welt wie sie ist nicht mehr. ich wollte diese welt noch nie wie sie war. ich wurde erwachsen und lernte über ungerechtigkeit hinwegzusehen, dies ist die schlechteste eigenschaft eines erwachsenen nach ungerechtigkeit. das darüber hinwegsehen, das ignorieren. ich enteigne mir diese eigenschaft wieder und werde wieder zum kind. ich will diese ungerechtigkeit nicht mehr. stopp sage ich und frage euch: ist es eigentlich nicht das einfachste gerecht zu sein? verdammt ja!
Golem | 04. September 2011, 23:15 Uhr | http://golem.wortbeitrag.net
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