17. Juni 2004, 14:58 Uhr, leelooMeine UhrHeute, so dachte ich mir, will ich all dem ein Ende setzen. Ich sass einfach da, die Zeit verstrich. Mit jeder vollständigen Umdrehung meiner Küchenuhr spürte ich, wie die Zeit für mich arbeitete. Da fragte ich mich abermals: „Soll ich noch warten, dem Zeiger eine weitere Umdrehung gewähren? Ja, abgeschlossen habe ich Alles, keine unklaren Gedanken, keine Fragen und auch keine Vorwürfe oder Ängste. Egal wie oft der Zeiger noch drehen wird, ich lass ihn drehen.“ Dann der grosse Punkt meiner Entscheidung. Ich spürte diesen Drang und wusste, dass nun meine eigene Zeit gekommen war. Ich stand auf und ging. Den Zeiger der Küchenuhr überliess ich seinem Schicksal oder besser gesagt, der Alkali Batterie die ihn antreibt. Leicht fühlten sich meine Füsse an, die Beine trugen mich als würde ich schwebend über den Boden gleiten. Doch dann der Punkt! Ohne zu Fragen warum, verspürte ich den drang umzukehren. Erstaunlich dabei war, wie schnell ich wieder in meiner Küche vor der immer noch tickenden Uhr stand. Erst dann war mir klar, dass sich während meines Rückzuges, meine Füsse ebenfalls leicht anfühlten. Ja, ich stand da, in meiner Küche und fühlte mich völlig anders. Gedanken warfen Fragen auf, doch Vorwürfe wurden keine laut. Meine eigene Uhr begann zu drehen. Erstaunlich was Sekunden im Leben bewirken können. Die Uhr drehte weiter, auch Heute noch.
siebenkaes | 10. März 2006, 00:42 Uhr |
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