26. Juni 2004, 22:02 Uhr, nggalaiGleichgewicht der Kräfte.(1) Und so hat es sich zugetragen, dass die Menschen blind vor Konsumgier dem allmächtigen Gott Media hörig waren. (2) Gross war seine Macht, grösser war nur der Irrglaube der Menschen, dass sie die Kontrolle inne hätten. Aber es zeigten sich die Zeichen des Verfalls dessen, was den Menschen am wichtigsten war. (3) Und dennoch konnten die Wanderer die Menschen nicht verdammen, denn sie sind eins. Also sprach N: (4) 'Es muss die Zeit des Heilens kommen, so dass wir nicht an der Gier nach Information und Unterhaltung zu Grunde gehen. Es beginne das letzte Zeitalter.' (5) Und die Wanderer wurden gerufen, und viele kamen, aber nicht alle, denn die Macht des Gottes Media was gross.
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25. Juni 2004, 14:42 Uhr, nggalaiVerfall.Kleingeist.
Hass.
Egoismus.
Individualismus.
Selbstbestätigung.
Unsicherheit.
Angst.
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20. Juni 2004, 07:49 Uhr, rolpha girlwalk walk walk, down the street. not turning around, just walking straight down.
faster than most of them. she's even gaining speed.
black tights, white shoes. the only thing she likes about her silly school uniform. but the men like it. they like her to be a school girl. actually, she is a schoolgirl. she just happens to forget it from time to time. its easier to go on when you imagine that this is your real life. the life you have chosen. and in her imagination, she gets paid for it. well paid. she'd walk home and take off her clothes. she'd wash herself and relax. a nice home, white furniture, white floors and black slippers.
but in fact, she's still walking down the street. still living with her parents. she's still a child. even though she knows it.
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19. Juni 2004, 13:16 Uhr, JohannesPusteblume»Ich würde gerne mal wieder mit dir schlafen«, sagt er, schaut mich an, schüchtern, realisiert dann, wie man das auch noch hätte hören können und präzisiert: »Schlafen, weisst du, mit dir Arm in Arm einschlafen, so meine ich das.«
Ich lächle und versichere, dass ich ihn wohl richtig verstanden hätte, und dass ich nichts lieber tun würde als das, werde rot dabei, weil ich lüge, dann umarmen wir uns, mir wird heiss und zum Küssen zu Mute, wozu es mir aber wie meistens an Mut fehlt. Es war noch nie meine Stärke, Bedürfnisse kund zu tun, Gefühle zu zeigen und überhaupt, sie zu haben kommt mir mehr und mehr abhanden. Sie sind mir lästig, seit je her.
Ich werde einer dieser griesgrämigen Alten werden, die weder den Weg in die Freiheit noch zu Gott gefunden haben und ich werde die Jugend verfluchen, weil sie die Grenzen nicht kennt, meine Grenzen; weil sie sich bedingungsloser Selbsterfahrung hingibt, Drogen konsumiert, Sex hat und macht und sich nichts dabei denkt, das wird mein Vorwurf sein; weil sie frei ist, sich spürt, während ich immer eher bis nur Verständnis für die Gefühle meiner Gegenüber hatte als für die eigenen.
Und jetzt steht er wieder da, will Arm in Arm mit mir einschlafen, und ehe ich ihm sagen kann, dass ich nicht damit umgehen könne, dass es ihn immer nur dann nach meinen Armen sehnt, wenn er zufällig mal wieder für ein paar Tage in der Stadt sei, drücke ich ihn an mich und sage ihm, dass ich es schön finde mit ihm, ich froh sei, ihn zu haben und all den Plunder, den man von schlechten Filmen kennt und von banalen Texten.
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17. Juni 2004, 14:58 Uhr, leelooMeine UhrHeute, so dachte ich mir, will ich all dem ein Ende setzen. Ich sass einfach da, die Zeit verstrich. Mit jeder vollständigen Umdrehung meiner Küchenuhr spürte ich, wie die Zeit für mich arbeitete. Da fragte ich mich abermals: „Soll ich noch warten, dem Zeiger eine weitere Umdrehung gewähren? Ja, abgeschlossen habe ich Alles, keine unklaren Gedanken, keine Fragen und auch keine Vorwürfe oder Ängste. Egal wie oft der Zeiger noch drehen wird, ich lass ihn drehen.“ Dann der grosse Punkt meiner Entscheidung. Ich spürte diesen Drang und wusste, dass nun meine eigene Zeit gekommen war. Ich stand auf und ging. Den Zeiger der Küchenuhr überliess ich seinem Schicksal oder besser gesagt, der Alkali Batterie die ihn antreibt. Leicht fühlten sich meine Füsse an, die Beine trugen mich als würde ich schwebend über den Boden gleiten. Doch dann der Punkt! Ohne zu Fragen warum, verspürte ich den drang umzukehren. Erstaunlich dabei war, wie schnell ich wieder in meiner Küche vor der immer noch tickenden Uhr stand. Erst dann war mir klar, dass sich während meines Rückzuges, meine Füsse ebenfalls leicht anfühlten. Ja, ich stand da, in meiner Küche und fühlte mich völlig anders. Gedanken warfen Fragen auf, doch Vorwürfe wurden keine laut. Meine eigene Uhr begann zu drehen. Erstaunlich was Sekunden im Leben bewirken können. Die Uhr drehte weiter, auch Heute noch.
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08. Juni 2004, 11:13 Uhr, HannesSommerfugeSo leckere Brezeln so
leckere Brezeln, so leckere
Brezeln, so leckere: Brezeln.
Jemand Lust auf
ein Eis, ein Eis
Lust auf ein Eis, Lust.
So leckere Eis/Brezeln, Eis,
Lust auf ein, so leckere
Lust/Eis/Brezeln
so leckere.
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06. Juni 2004, 23:37 Uhr, billaindividual care program there is no substitute for experience
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03. Juni 2004, 12:15 Uhr, markdotgute sachehabe einen guten satz gelesen:
observe the mind - smile at it!
tut man das, sind zwei outputs möglich.
ein erwünschter: der mind kommt zum stillstand, weil das observieren und anschliessende lachen drüber jeden gedanken lächerlich und damit peinlich macht, wodurch der mind rotwerdend vor scham seine tätigkeit einstellt.
und ein unerwünschter: der mind dreht durch, weil jedes observieren auch das observieren des observierenden mit einschliesst, was eine unendlich rekursion nach sich zieht.
ich erreiche nur den unerwünschten. ich nenne das dann: mindfuck. das wort gefällt mir. immerhin!
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02. Juni 2004, 11:40 Uhr, JohannesSonnenbadFröhlich und weise
lag ich am Sandstrand.
Fand,
wenn das Leben schon an mir vorüberziehe,
solle es sich bitte davor hüten,
mich zu stören,
bei was ich gerne tu.
Man lasse mir die Ruh beim Sonnenbad.
So lag ich da,
erstaunt ob meines Gleichmuts,
welcher aber alsbald und erneut
zugunsten der Verlassenheit
das Feld räumt,
mir nur für kurze Zeit
den Glauben lässt,
dass ich ein Korn unter vielen sei.
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02. Juni 2004, 11:39 Uhr, JohannesAlberta, Alberta...Etwas pummelig, nicht dick, um den Hals einen Strick, da baumelt sie, von Fliegen umflogen, beäugt und beschissen, wie ihr kurzes Leben war.
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