30. Juni 2005, 22:19 Uhr, nggalaiGrau.Ewiggestrig schleicht die Erkenntnis durch den müden Kopf, einen Zeigefinger auf den Brettern der wackeligen Bücherregale entlang streichend. 'Staubig hast Du's hier werden lassen,' hustet sie nicht unfreundlich und klatscht die Hände zusammen. Goldener Staub stiebt auf, um als glitzernde Miniaturtoaster auf den Boden zu fallen und mit leisem Gequieke in den Astlöchern des klebrigen Parkettbodens zu verschwinden.
In der Ferne röhrt ein Hirsch traurig nach seinem Telephon, welches vor wenigen Tagen mit einer Kuchengabel durchgebrannt war. Der Mond rüttelt die Stäbe seines Käfiges, und ein Käfer krabbelt mit einem brennenden Ball in den Zangen über den gefrorenen Fluss, als ein Eichhörnchen sich mit dem jungen Mann über Semiotik unterhält. 'Quiek,' sagt es, 'quiek! Quiek! Quiek, quiek!'
Der junge Mann nickt verständnisvoll. Nicht mal die jaulenden Akkordeon-Büsche bringen ihn aus dem Konzept, und die zylindertragenden Rechenknechte des nahegelegenen Gläserwaldes versuchen vergeblich, seine Aufmerksamkeit auf sich zu lenken. Sie explodieren in einer Kaskade von stinkenden Blautönen. Er ist daheim.
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28. Juni 2005, 14:24 Uhr, ZenonWortwechsel (93): PraxisALTER. Man kann praktische Maßnahmen ergreifen, ohne sich in der betreffenden Sache theoretische Klarheit verschafft zu haben – ob dabei allerdings etwas Gutes herauskommt, darf bezweifelt werden.
EGO. Die größeren Erfolgsaussichten resultieren aus praktischen Erfahrungen: Probieren geht über Studieren!
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28. Juni 2005, 12:16 Uhr, JulianMein Austritt aus der KircheZuerst hat mich der Papst als Seuche bezeichnet. Das war mir noch egal. Aber als der Vatikan meine geliebte Elfriede Jelinek mit Kot bewarf, bin ich aus diesem Schmierentheater sofort ausgestiegen.
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16. Juni 2005, 23:51 Uhr, Zenon"Schüttel mich" (2): Woche 2005-24Beharrt auf dem BRITEN-RABATT ein TRIEB-TRABANT?
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16. Juni 2005, 11:11 Uhr, JohannesMeinetwegenEr kam und liebte mich nicht weswegen ich mich mochte, sondern meinetwegen.
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12. Juni 2005, 09:31 Uhr, billaSonntagSonntag
Morgen
Kirchenglocken
Aus dem Hirn
triefen letzte Tropfen
von Träumen
sich rankend
um erste Gedanken
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10. Juni 2005, 14:40 Uhr, ZenonQUINTessay 'Wille' (3): PhänomenDer Wille - sachgerechter gesprochen: das Wollen - ist ein psychisches Phänomen. Psychische Phänomene werden von den Geistes- und Sozialwissenschaften in den Blick genommen. Dagegen sind die Naturwissenschaften ganz auf physische Phänomene eingestellt, darunter die Biologie auf organische. Biologisten schließen aus dem Umstand, dass psychische Phänomene nicht in den Blick der Biologie gelangen, auf die Nichtexistenz des Willens bzw. der Willensfreiheit. Das ist ein naturalistischer Fehlschluss.
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08. Juni 2005, 19:32 Uhr, leelooVorurteile sind nicht primär negativ!Verurteile sind Voraussetzung um Fragen zu stellen! Nur so ist es möglich, eine sachliche Wahrheit, gegen die eigene Vormeinung auszuspielen. Denn was zum Verstehen lockt, muss sich selber schon zuvor in seinem Anderssein zur Geltung gebracht haben. Vorurteile öffnen Fragen, interessieren und schlussendlich will man sich etwas sagen lassen! In Wahrheit wird das eigene Vorurteil dadurch recht eigentlich ins Spiel gebracht, dass es selber auf dem Spiele steht. Also, ohne Vorurteile entstehen keine Möglichkeiten. Möglicherweise wir ein Vorurteil revidiert oder man lässt sie des Spieles Ergebnis nicht anerkennen und lässt diese beim Alten.
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08. Juni 2005, 14:18 Uhr, ZenonAnagramm (18) zu "Thomas Mann"Stamm Hanno
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03. Juni 2005, 21:45 Uhr, ZenonWortwechsel (64): RettungALTER. Wir wissen noch nicht, was es heißt, die Heilungs- und Rettungskräfte auszuschöpfen.
EGO. Wir machen uns die verschiedenen Formen fossiler Energie für einen enormen Verbrauch zunutze. Mit der höchst riskanten Nuklearenergie lässt sich dieser Verbrauch sogar noch steigern. Dagegen ist die Nutzung erneuerbarer Energie kümmerlich. Noch nicht einmal entdeckt scheint eine Art von göttlicher Energie, die dem Unheil in großem Stil entgegenwirkt statt ihm dienlich zu sein oder gar den Rücken zu stärken. Was ist das für ein Gott, der uns retten kann?
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01. Juni 2005, 09:58 Uhr, ZenonWortwechsel (61): NutzenkalkülALTER. Nirgendwo kann es so gut glücken, sich dem Nutzenkalkül zu verweigern, wie im undisziplinierten philosophischen Gespräch.
EGO. Obwohl es darin doch unablässig ums Ganze geht.
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