30. September 2005, 23:50 Uhr, ZenonWortwechsel (212): DoppelnaturALTER. Was sich stets aufs Neue offenbart, ist unsere Doppelnatur, die wir als 'Doppelsinn des Lebens' (Schiller) erfahren. Im Grunde ist jeder Mensch zu allem fähig: zur Moralität wie zur Bestialität, zur Menschlichkeit wie zur Unmenschlichkeit.
EGO. Ich nenne so etwas schlicht fatal.
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11. September 2005, 14:39 Uhr, rolph166050126dumpf. hämmernd. zerfliessend. zermürbend. ein weisses licht das sich an der harten kante des horizonts zerstreut. ein umriss, ein schatten nur. steht da im wind, mit verschränkten armen. die brücke taucht aus dem nebel auf, überall wasser. und noch immer erkenne ich nicht, wer es ist. wer mich heimsucht. am himmel erscheinen bilder, flüchtig und verschwinden sofort wieder. ein blitz auf dem bildschirm.
drängend, nach vorne. die nüstern gebläht, die kapuze bedeckt nicht länger das haar. tiefe harte augen, ein mund der zu müde ist um zu lächeln. nadeln in meinem herzen. tief und tiefer. immer wieder richte ich mich auf. der bauch gelähmt, nur die finger können sich bewegen und meinen gedanken freiheit verschaffen. den druck vermindern in meinem kopf aber nicht in meiner seele. wozu wenn ich nicht leben kannn, was ich will. wozu wenn ich mich vor mir fürchten muss. wenn ich alle menschen vertreibe, wenn ich die liebe verliere.
die stille kehrt nicht mehr ein. es pocht und krazt, das herz bleibt nie still, der bauch fühlt sich schlecht ist fern seit tagen. nichts bäumt sich auf, nur die angst wächst.
ich will jetzt schlafen, meine seele den engeln übergeben für ein paar stunden. der verstand soll zur ruhe kommen, die gedanken sich über nacht in ihre harmonische und richtige ordnung fügen. die nacht nimmt alles mit sich und schenkt mich frisch dem tag. frische klarheit. tonisiert und gestählt. gereinigt und stark. frei frei frei. kein gift mehr in meinem kopf. frei frei frei. und immer freier. bis ich so leicht bin dass ich schwebe. schreite durch die welt, im jetzt. hier bin ich, jetzt bin ich. jetzt. kein morgen, kein gestern. nur der wille, der unendliche wille zu sein und zu wissen.
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07. September 2005, 14:22 Uhr, Gerhard_KemmeEIDIST DAS MEIN EID?
NEIN, DEIN EID!
TREUES DIENEN?
NEIN, SCHIESSBEFEHL
UND?
KLARER MEINEID
TUT MAN NICHT!
SELBST?
NIE GEBROCHEN!
HAB’N HUNDERTER IM SACK
TASCHENPFÄNDUNG LÄUFT NICHT IMMER
MUSST DUMMES ZEUG QUATSCHEN ODER RUMSPINNEN!
WÄRE MEINEID AN EIDES STATT?
VERSTEHE DICH, DU WILLST NICHT SCHON WIEDER!
GIB IHN MIR DOCH
YES, SIR!
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06. September 2005, 09:33 Uhr, ZenonWortwechsel (182): WirkenALTER. Die Friedensfreunde (Pazifisten) sind darin den Weisheitsliebhabern (Philosophen) verwandt, dass sie stets aufs Neue herausgefordert sind, ihr Ideal wirken zu lassen.
EGO. So weit waren wir aber schon: Ideale lassen sich nicht verwirklichen, sonst wären sie eben keine Ideale. Jedes 'Himmel-auf-Erden'-Projekt ist grober Unfug.
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04. September 2005, 14:31 Uhr, venusinmichSo lange gelebt, und mich nicht gehört,
mich aufgefüllt zwar, aber ohne auf mich zu hören,erstickt im Alltag,
erstickt ist das Ich, dass sich anderst füllen und Platz verschaffen musste.
Bestraft wurde immer ich, von mir,
obwohl ich doch mein einziger garantiert für immer Vertrauter sein werde.
Wie blind auf mich eingehauen, mich bestraft und gleichzeitig immer nach dem Seelenheil gesucht, ohne zu merken, dass es immer schlimmer wird mit jedem Schlag,
vielleicht ahnend, aber doch nichts zu ändern vermocht, weil alle anderen
Gegenmittel vergessen wurden.
Und jetzt muss ich mir wieder mehr Platz geben, Ablenkungen abschaffen,
mich gerne haben, Schreiben und Gesichtsmasken anstelle von Schlägen?
Und plötzlich kommen die Tränen, die grenzlose Traurigkeit über die Vernachlässigung meiner selbst,
die Tränen, die sich als erste rausgetrauen aus mir, jetzt einfach aushalten, weinen, nichts tun und weinen, bis keine mehr kommen.
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01. September 2005, 22:22 Uhr, simplemindsLiebeskummerEines steht fest, gegen Liebeskummer gibt es keine Pillen. Und doch macht er krank: Von schlaflosen Nächten, Konzentrationsstörungen und Appetitlosigkeit bis hin zum Verlust des Lebensmuts – die Symptome sind bei jedem Menschen anders. Fast alle jedoch stürzt die Trennung vom geliebten Partner in eine schwere Krise. Und deshalb darf man in dieser Phase nicht erwarten, dass irgendetwas normal funktioniert.
Selbst Menschen, die sonst vernünftig sind, die mit Gefühlen immer gut umgehen konnten, zeigen Emotionen, die so noch nie erlebt wurden.
Eben.
Gehen Männer mit Liebeskummer anders um als Frauen? Männer neigen dazu, den Schmerz zu verdrängen. Also sie stürzen sich in Arbeit oder gleich wieder in eine neue Beziehung, um nicht alleine zu sein. Sie versuchen, den Liebeskummer in Alkohol zu ertränken.
Das Schlimmste allerdings ist, sie werden misstrauisch einer neuen Liebe gegenüber. Weil sie sich eben sagen: Ich will nie wieder so verletzt werden.
Frauen leiden unter Depressionen und Schuldgefühlen. Unter Schuldgefühlen deshalb, weil sie immer wieder glauben, dass sie selbst Fehler gemacht haben, und diese dann zur Trennung führten. Frauen zweifeln an sich und ihrer Attraktivität und verkriechen sich in ihre vier Wände. Oder kriegen Halluzinationen wie bei Ally McBeal. Können Freunde helfen, Liebeskummer zu überwinden ?
Ich würde sagen, ja auf jeden Fall. Eine Freundin und ein wirklich guter Freund kann man trösten. Wut und Trauer müssen heraus. Und das funktioniert nur, wenn man darüber sprechen kann. Dabei sollte aber unbedingt vermieden werden, den Partner oder die Partnerin zu idealisieren und sich an Erinnerungen zu klammern. Es ist übrigens total verkehrt, vor dem Foto der oder des Ex täglich in Tränen auszubrechen.
Solche kleinen Dinge gehören nicht mehr zum Leben und sollten deshalb schnellstens aus dem Blickfeld verschwinden. Auch die gemeinsamen Lieblingskneipen sind erst einmal tabu! Oder wollen Sie immer wieder an das was gewesen ist, erinnert werden ?
Auch wenn es schwer fällt, man muss schnellstens versuchen, sich einen neuen 'Freundeskreis aufzubauen und wieder nach vorne zu sehen.
written by GLAM MAX 2005
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