15. Oktober 2005, 09:20 Uhr, ZenonWortwechsel (225): ImageALTER. Es kommt nicht von Ungefähr, dass moralisch integre Persönlichkeiten sich nur selten über einen längeren Zeitraum in politischen Ämtern halten: Sie legen vor allem an sich selber sehr hohe Maßstäbe an.
EGO. Wenn sie an ihren Maßstäben scheitern, ist es mit ihrer Integrität denn doch nicht so weit her gewesen. Siehe etwa Engholm und Gysi, zu deren vergleichsweise positivem Image es lediglich passte, dass sie nach der Enthüllung ihres Fehltritts nicht lange mit ihrem Rücktritt auf sich warten ließen.
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11. Oktober 2005, 20:41 Uhr, Alinarealitätder mond ergießt sich in grünen strömen über das schwelgende graublau der sterbenden akazienbäume. rund wie eine scheibe, verformt zu einer zweidimensionalen lächerlichkeit bröckelt der sandige rest auf die braunen wurzeln. unter den bäumen eine fast undurchdringliche dunkelheit. vereinzelte grüne punkte stechen erschreckend raus. es sind lichtstrahlen, die die klitzelkleine lücke der realität gefunden haben.
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09. Oktober 2005, 13:46 Uhr, parcivalEinödeJahr um Jahr habe ich meine Liebe für die Menschen gegeben. Jahr für Jahr oftmals nur Staub statt lebensspendentes Wasser bekommen. Jetzt reicht es mir, aber wie soll ich es ändern?
Es gibt Mittel und Wege, aber die sind nicht rechtens.
Seitdem ich weiß, daß ich homosexuell bin, lebt es sich für mich noch schwieriger. Es lebt sich so lá lá...
Natürlich gab es Beziehungen und ich war immer wieder mehr oder weniger glücklich, aber die Enttäuschung ist groß, wenn die Einöde, die Einsamkeit ,wieder kommt.
Wo sind die goldenen Sonnenstrahlen, die mich wärmen und mich durchs Leben begleiten?
Wo ist die glückseligmachende Liebe, die mich erfüllen soll, wie sie es bei Milliarden Menschen tut?
Wo ach wo?
Einöde, Wüste, Angst vor der Angst...
Schluß machen wollen, Ruhe erleben wollen, Freiheit genießen, bei Gott sein..
Es nutzt alles nichts. Ich bin für einige Menschen sehr wichtig und sie brauchen mich. Aber meine Einöde und Einsamkeit schreitet weiter voran. Angst vor einer Bindung? Weniger. Eher die Angst, einen Menschen zu verletzen. Normale Härte würden jetzt viele sagen, aber nicht für mich... Dann eben die Einsamkeit, bis mich ein Mensch wie bei Dornröschen wachküßt und das Leben wieder in mir--FÜR MICH-- pulsiert. Dann heißt es eben warten und doch aktiv sein.
Einöden sind Teufelswerke, die es zu zerstören gilt. Findet mich einfach nur. Ich lasse mich auch finden und befreit mich aus der Wüste der Einsamkeit und der Kälte. Ich helfe den Menschen gerne, aus ihrer Einöde heraus zu kommen. Jetzt helft mir. Ich habe es endlich verdient.
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