27. Juni 2006, 08:33 Uhr, EpiphaniusAn Gott glauben? Was heisst mir das?Ich erwuchs mir den Gebrauch nachfolgender Worte in der Erfahrung der Meditation in Konjunktion mit der Beobachtung der Veränderungen und Besonderheiten im zwischenmenschlichen Geschehen; auch und vor allem während einer langjährigen Wanderaskese.
Letztere war, in ihrer Hingabe an ein Leben des Ungewissen, nicht Vorhersehbaren und Planbaren, daß Vordringen in eine Dimension, die alles dieses 'von Gott reden und an Gott glauben' hin zu einem ›etwas in Gott leben‹ und einem ›etwas mit Gott gehen‹ relativierte.
Vom neurologischen Standpunkt könnten wir dann immer noch sagen: in solchen Extremen schalten sich in unseren Gehirnen Bereiche ein, die ansonsten nur latent da sind.
Ich will hier nicht Wunderprediger sein; aber, es ist so, diese Bereiche sind von einer bemerkenswerten Mächtigkeit und sie erschließen sich eben nicht durch Sprachglauben oder Berechnung, sondern hier ist die rechte Tat und Nachfolge, hier sind die rechten ersten Schritte im Glauben gefordert; die weiteren Schritte im Vertrauen darauf zu tun.
Meine Erfahrungen lassen sich in die relativ schlichte und akzeptable Formel kleiden: wir erleben uns dann als Teil Eines Geistes.
An Gott glauben heißt also für mich primär nicht ›verbales Bekenntnis‹, sondern das Glaubenswerk; daß ist abstrahiert wohl immer eine Transzendierung des Ego, des Intellekt wie des materialistischen Verhaftetseins.
Der Mensch in unserer rationalistischen Zivilgesellschaft hat es tatsächlich geschaft, sich selbst diese höhere Daseins-Dimension weitgehend zu verschließen.
Insofern kann ich ohne Schimpf sagen: unsere Gesellschaft ist egoistisch, materialistisch und rationalistisch geprägt. Der immerhin differenzierende Alltagsrationalismus bewahrt vor den größten Übeln, jedoch ... die höhere Intelligenz ist er nicht.
Alternativ zur Frage ›glaubst Du an Gott‹, hier einmal die Frage ›was sind Deine Werte, die Du hoch achtest?‹; die Animation, darüber nachzudenken, in welcher Kaskade diese Werte stehen und von welcher Natur oder Nation, Herkunft und Verwandtschaft sie sind ... wo die Gesellschaft, in der ich lebe, diese Werte nicht oder miss- oder anders achtet ... wo ich dazu einsehe, resigniere, toleriere oder auch unter Sanktionen und gegen Widerstände und Zwänge stehe ... was dazu meine Werke sind, mein Opfern, mein Engagement, mein Streben, mein Exponieren, mein Lieben, mein Leiden.
Die Animation, darüber nachzudenken, ob das vielleicht nicht auch Glaubenswerke sind; ... was alles Glaubenswerke sind; ... daß meine Werke mich nicht automatisch zum Guten Menschen machen, daß ich mich nicht selbstgerecht werkgerecht mache ... sich als ein Werkzeug dieser höheren Werte zu verstehen, ... auch von den Früchten dieser Werke zu lassen ... uneigennützig zu handeln.
Was also sind mir Glaubenswerke? Die stille Zeit, die Meditation, das Gebet, mich im Geringsten noch selber zu sehen, die rare Glaubensgemeinschaft, das AllEinSein, Wahrhaftigkeit, Freiheit, Kreativität, für meine Überzeugungen einstehen, die Arbeit am Wort, die großen Lehren, Vorbilder und die Würde des Menschen zu achten, für Gerechtigkeit und Frieden zu wirken, meine Glaubenswerte auch entgegen den materialistischen, ideologischen, intellektuellen und religionssoziätären Vorgaben und Zwängen zu leben; gewissenhaft, tugendhaft, in Armut und einer natürlichen Schlichtheit, Demut und Dankbarkeit zu leben.
Das sind große appellative Worte, geschrieben jedoch mit dem Eingeständnis, auch ich werde ihnen nicht wirklich gerecht.
Hier noch von einer nicht ganz unpassenden, wundervollen Botschaft an die Welt; und meinen aufrichtigen Dank und Respekt an Bill und Warren.
Die Zeit zur 37 Milliarden Dollar Spende von Warren Buffett sowie zu der Gates-Stiftung mit einem Kapital von rund 27 Milliarden Dollar.
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27. Juni 2006, 06:14 Uhr, WilliDas KindSagt mir wo ist es, ist das Kind nicht mehr da?
Eine Stimme tief in mir drinnen sagt seufzend ''ja''!
Aber wenn ich im Traum an das Kind mich schmiege,
erwache ich schlagartig aus dieser Lüge.
''Das Kind sei leider verloren gegangen'',
behaupteten Ärzte, Offiziere und Pfaffen, in Wahrheit ist es in mir gefangen.
Sollen sie sich doch selber Kasteien,
kommt Freunde lasst uns die Kinder befreien
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25. Juni 2006, 22:39 Uhr, EpiphaniusGehirnwäsche mit Weichspüler
Ich sehe schon seit über zehn Jahren nicht mehr in die Glotze; zu oft hatte ich ein schales Gefühl danach; die Bitternis dazu, meine Zeit verschwendet zu haben; die Bitternis darüber, mich wieder einmal in einem überlangen Bilderflutkonsum aus meiner persönlichen Situation verflüchtigt zu haben ... und nun irgendwie deutlich geschwächt in der Gegenwart herumzuhängen.
Das Gehirn war gesättigt wie ein nasser Schwamm; von aberzähligen Informationen, die mich und meine Alltagssituation nur peripher oder gar nichts angingen; es war im Unverhältnis gesättigt von tausend global schreienden Ungerechtigkeiten; von Krisen, Katastrophen; von allen weltweiten Gewalten und Sensationen und trieb mich zu diesem, vielleicht ja gewollten, letzten Resümee der Hilflosigkeit: ›Sieh doch nur, wie gut es uns hier noch geht‹. Je problematischer der Alltag mich bedrückte, desto öfter ertappte ich mich in der Tendenz zur Medienbetäubung.
Medienerziehung, Medienkompetenz, das gab es zu meiner Zeit noch nicht als Unterrichtsthema. Meine Kindheit, meine Familienerfahrung war geprägt vom abendlichen gemeinsam vor dem Fernseher Sitzen; immerhin, damals noch gemeinsam ... immerhin auch noch mit der mächtig drückenden Unzufriedenheit darüber, daß wir da nun alle saßen und kaum mehr miteinander sprachen.
Bei meinen inzwischen längst berenteten Eltern ging es immer weiter so; sie ziehen sich ihr Heimkino täglich viele Stunden lang rein; ihre Gehirne sind okkupiert von der Programmlinie.
Neulich, es war kurz vor Weihnachten, sprach mein Stiefvater zu mir in meiner Situation, als vom 'Sozialscharotzer'. Ich war schockiert und ich dachte, ›Vater Clemens und Konsorten sollten ihre Äußerungen einmal unter diesen Perspektiven kontemplieren‹; ja, was sie nämlich anrichten, wie sie millionenfach die Wetware, die widerstandslosen Gehirn dieser hoch medialen Gesellschaft mit Viren und Würmern infizieren und programmieren; auch hier fehlt es an der Medienkompetenz; auf den Punkt gebracht, an der Medienethik, und zwar in ganz fataler, mutwilliger Weise.
Die Volksdroge Fernsehen und ihre legalen Dealer für den schmutzigem Stoff; die Mediengesetze lassen ihnen viel zu viel Freiheit; der Alltag ist die nicht kompetente Rezeption, daß sich millionenfache dünnhäutige Ausliefern an die Stimmungs- und Meinungsmacher.
Der Bildungsauftrag, die freie Berichterstattung, die Vielfalt der Perspektiven ... die Verantwortung der Medienmacher ist enorm; das was daraus resultiert entspricht dem wohl in der Mehrzahl nicht; dass sich die öffentlich rechtlichen Sender immer mehr den privaten Quotenprogrammen annähern wird auch mittlerweile einem Nichtfernseher bekannt.
Da ich die in der Gesamtheit seiner Auswirkungen beurteilte Folgenabschätzung des Fernsehkonsums, ...
... wie die psychische Destabilisierung und Desorientierung durch ein Übermaß an Information und Zerstreuung, die Erziehung zu einer passiven Lebenshaltung, die Stressinduzierung bei gleichzeitiger Abwesenheit von Abarbeitungsmöglichkeiten, die Hysterisierung und Manipulierung mit ihren enormen Gesundheitskosten durch Langzeitfolgen im Cardiovaskulären Bereich, die psychische und soziale Verkümmerung ...
... kaum mit ihren positiven Aspekten wie Bildung, Aufklärung und Freizeitgestaltung aufwiegen kann und die Problematik insgesamt für so brisant einschätze, plädiere ich für ein radikales Neubedenken des Mediums unter dem Aspekt Drogenmisbrauch.
Im Zuge der Digitalisierung des Fernsehens sind nun völlig neue Ansätze, wie ein individuelles und differenziertes Kontingentierungssystem für Inhalte außerhalb des Bildungsbereichs denkbar.
Dass ich als dütscher Internet-Computer-Besitzer nun ab nächstem Jahr auch noch mit einer Zwangsabgabe wie als Fernsehkonsument belegt werde, ist in meinem kritischen Verhältnis zum Medium eigentlich das kleinere Problem; trotzdem halte ich diese gesetzliche Regelung für ein Musterbeispiel an inkompetenter und verkehrter Politik. Mein PC ist in seiner Ausstattung nicht fähig Fernsehprogramme wiederzugeben und ich schätze mal, 70% der PC's im Gebrauch sind es ebenfalls nicht.
So wie der Besitz eines Spritzenbestecks oder eines Bongs uns noch nicht des Konsums illegaler Drogen strafbar macht, so dürfte auch der Besitz eines unbenutzten Fernsehers oder Radios nicht mit dem illegalen Konsum dieser Medien gleichgesetzt werden; schon gar nicht der Besitz eines Internet-Computers; das ist Kollektivverdächtigung und - Bestrafung.
Ich vermute auch, die Politiker wollten hier primär ihren direkten Einflussbereich, den Sektor der Öffentlich-Rechtlichen stärken.
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24. Juni 2006, 16:51 Uhr, EpiphaniusSekunden nickte ich über dem Balkan ein Des morgens schritt ich mit Stock Rucksack und breitkrempigem Hut auf der von Häusern gesäumten Uferstraße weiter; ein paar Kilometer vor Lambiri kam es zu heftigem Gewitterregen. Ich stand für eine Weile unglücklich unter einem Baum, dann flüchtete ich mich in einen großen Abflußtunnel der Autobahn; als das Wasser auch da zu meinem Platz gelaufen kam konnte ich weitergehen. Die schöne Kirche vor Lambiri war leider nicht zugänglich; aß später eine Pitta unter dem Vordach eines Minimarket. In einer Bäckerei ließ mir die freundliche Verkäuferin von sich aus vom Preis etwas nach.
Wieder eine Lange Regenphase, die ich im Schutz der Autobahnunterführung saß; ein kleines Gärtchen war da angelegt; lehnte mich gegen den Rucksack, der wieder am Pfeiler gegenüber dem Gedenkhäuschen stand.
Ein kleiner Schrein auf Metallgestänge, darin eine Ikone und ein Öllämpchen. Ein verblichenes Foto, daß mich wieder einmal wie magisch darin hatte lesen lassen: ›Ist dieses Schicksal mir schon im Gesicht beschrieben? Warum ich? War ich vielleicht schon zu gut für diese Welt?‹; darin auch die Schächtelchen mit Dochten, Schwimmern, Weihrauch, und eine Vorratsflasche alten Öls zum Gedenken an den hier beim Verkehrsunfall Verstorbenen.
In meiner Zeitung las ich, daß sich die Teilnehmer an der Balkankonferenz lieber unter dem Terminus Südwest-Mitteleuropa lokalisiert finden möchten; mein Kopf neigte sich tief über die schon mehrfach gelesenen Zeilen, für Sekunden nickte ich ein; am liebsten hätte ich das Regenwetter irgendwo verschlafen. Informationen und Bilder zur Region Achaia
Am Nachmittag fand ich in einer Bushalte Schutz. Ein junger Mann saß da schon, er schob sein Sportfahrrad für mich ein wenig zur Seite. Leonidas Charits war sein Name; sein Alter 15 Jahre; Grieche und mit seinen Eltern hier in den Ferien; zu sagen, was er nach der Schule machen möchte, fand er schwer; ›vielleicht die Medizin studieren‹. Als wir uns verabschiedeten, fragte er, ob ich möchte, daß er mir eine Hilfe geben. Ich sagte ›nein‹ und bedankte mich. Seine Augen leuchteten; er sah mit einem langen, liebevoll verträumten Blick zurück.
In Egio ging ich entlang der Umgehungsstraße, durchquerte aber trotzdem ein großes Stück der Stadt, in der sich dieser Tage der Müll staute; die Container quollen über und die Abfallpyramiden stanken; darum herum die vom Öl schillernden Pfützen. Das Motorengeräusch der Zweiräder stand hier eindeutig in einem reziproken Verhältnis zu ihrer Leistung; ›wie mein Gottgedenken zum Füllstand meiner Börse‹, dachte ich.
Die Sonne beschien nun Teile der Berge am Nordufer des Golfs; übermächtig empfand ich diese weiten, leeren Höhen; ich wähnte mich in biblischen Landen.
In der Peripherie der Stadt kaufte ich die letzte Pitta der Auslage. Wieder türmten sich dunkle Wolkenmassen; ich fand da Schutz und Schlafplatz in einer freien Einkaufwagenreihe des sonntäglich geschlossenen Lidelsupermarkts.
Erquickt und schon im Begriff nun wieder weiter zu gehen, öffnete der Himmel erneut die Schleusen; ich setzte mich wieder; kramte das Neue Testament heraus, das mittlerweile nur noch eine lose Blattsammlung war und schlug willkürlich auf; der zweite Brief des Paulus an Timoteus, Kapitel 4: 'Ich beschwöre dich ... verkünde das Wort, sei zur Stelle, gelegen oder ungelegen ...'.
Ein Mann kam vorüber, blieb stehen und schimpfte; ich wußte dazu keine Erwiderung und zuckte mit den Schultern.
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24. Juni 2006, 00:31 Uhr, WilliWM 2006Viel Gerede, Wenn's und Aber's, die Fussballexperteninflation.
Wir pennen ein ob des Gelabers, über Ehre und Nation.
Wir lächeln über die ''Exoten'', die Zustände in Afrika.
Wahr ist, - wir sind die Idioten, Sklaven der Göttin Media.
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20. Juni 2006, 18:43 Uhr, ZenonWM-Song. Nach "We Can Work It Out"Sie steh'n vor dem Aus
Lasst mich nun berichten,
Wie das zweite Gruppenspiel der Klinsmann-Jungs verlief:
Polen darf mitnichten
Dieses Spiel verlier'n, denn sonst fällt unser Nachbar tief.
Sie steh'n vor dem Aus, sie steh'n vor dem Aus.
Torlos bis zur Halbzeit:
Beide Abwehrreihen stehen ungewohnt stabil.
In der Welt und Dortmund
sieht man aber: zum k. o. der Polen fehlt nicht viel.
Sie steh'n vor dem Aus, sie steh'n vor dem Aus.
Nur ein Land erobert den Pokal,
den goldenen Skalp der WM.
Andre warten auf ein andermal,
Sie träumen vom „was wäre, wenn“.
Da, die rote Karte!
Polen unterliegt mit nur noch zehn Mann gegen elf.
Von Frau Merkels Warte
Zeigt sich Oliver Neuville als Deutschlands Notbehelf.
Sie steh'n vor dem Aus, sie steh'n vor dem Aus.
Nur ein Land erobert den Pokal,
den goldenen Skalp der WM.
Andre warten auf ein andermal,
Sie träumen vom „was wäre, wenn“.
Da, die rote Karte!
Polen unterliegt mit nur noch zehn Mann gegen elf.
Von Frau Merkels Warte
Zeigt sich Oliver Neuville als Deutschlands Notbehelf.
Sie steh'n vor dem Aus, sie steh'n vor dem Aus.
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16. Juni 2006, 09:42 Uhr, Willi"since 1977"Ich hatte keine Ahnung von Valparaiso.
Heute bin ich da Zuhause wie ein Pelikan.
Ich überfliege es, ich laufe es in meinen Träumen an, -
über den Pazifik, also durch's nirgendwo,
verschlägt es mich immer wieder neu nach Valparaiso.
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14. Juni 2006, 23:55 Uhr, sturmtauchermein beitrag zur fussball wmFussball WM.........für mich ist es ein klares zeichen das es die menschheit niemals irgendwo hin bringen wird, wenn sich so viele menschen für diesen müll begeistern. ein haufen schwitzender typen rennt einem ball hinterher! uuuuuuiiiiiiiiiiiii! toll!!! warum kann man da nicht auch einem stein dabei zuschauen wie er einen hügel hinunterrollt? oder könnte man nicht auch eine leere bierdose auf die strasse werfen und ihr zuschauen? die rollt ja dann auch ein bisschen. ja die kynetischen kräfte die auf unbelebte objekte wirken sind schon unglaublich spannend, da muss man sich hinterher auch gleich prügeln wenns für die eigenen balltreter nicht so gut gelaufen ist. verblödung in reinform!
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12. Juni 2006, 18:37 Uhr, EpiphaniusHaben oder Sein ? *Das Kapital hat keine Ethik keine Moral keine Menschenwürde; sein höchstes Ziel ist die Selbstvermehrung.
Das freie flottierende Kapital hat heute zuviel Macht; es unterwirft den Menschen in sklavische Produktionsverhältnisse.
Sein Geld für Zinsen wegzugeben bedeutet in der Regel die eigene Kontrolle darüber abzugeben und dieser potentiell destruktiven Macht Vorschub zu leisten. Ein Unternehmen an der Börse zu platzieren bedeutet also die Abgabe von Selbstbestimmung über dieses Projekt; die Aufgabe von Anteilen an Ethik, Moral und Menschenwürde.
Der Konsument, der Kunde: jeder Konsum eines Produkts, dessen Produzent von einer Kapitalgesellschaft gehalten wird, bedeutet die Stärkung des Kapitals, die Schwächung der menschlichen Optionen.
Gegenargumente: Ja aber, das Kapital wird doch besteuert, der Staat finanziert damit die Bürgerleistungen.
Antwort: Das Kapital geht dahin, wo es am wenigsten besteuert wird, es bringt die Staaten zur Minderung ihrer Forderungen und zur Beschneidung ihrer Bürgerleistungen.
Gegenargumente: Das Kapital sorgt für Innovation, Entwicklung, Fortschritt, neue Produkte, neue Märkte, Wirtschaftswachstum ...
Antwort: Ja, hier weiß ich keine Entkräftung ...
Die Folgen: Das Kapital will immer mehr, es will alles ... es macht die kleinen kaputt, es führt zur Konzentration in immer mächtigere Produktionsgesellschaften.
Wer hat heute die Macht? Die, die über das meiste Kapital verfügen und es verstehen, dieses strategisch zu lenken; die es verstehen damit Politik zu machen.
Alternative Strategien als Konsument: Ethischer Konsum unter Folgenabschätzung; die Frage: wohin fließt der Gewinn an diesem Produkt; Kapitalgesellschaft oder mittelständisches Kleinunternehmen? Die Frage: brauche ich dieses Produkt, diese Versicherung, diesen Kredit überhaupt? Die Frage: welches Produkt hat den kürzesten Transportweg. Die Frage: welches Produkt schadet der Mitwelt am wenigsten. Die Frage, wo investiere ich mein Geld, welche Ethik-Projektbanken gibt es? Die Frage: finde ich nicht vielleicht mehr Lebensfreude an einer Dienstleistung, an einem kulturellen Angebot, einem Nicht-Massenprodukt, einem fair gehandelten, ökologischen Produkt; die Frage, will ich haben oder will ich sein.
So betrachtet entmenschlichen wir uns, betreiben wir Raubbau an unseren Lebensgrundlagen ... mit jedem unbewußtem Akt des Konsums von nicht zum Leben Notwendigem.
Weltpolitik muß sich primär dagegen wappnen, sich vom freien Kapital das Handeln diktieren zu lassen. Unsinnige, ökologisch höchst belastende globale Warenströme lassen sich vielleicht durch eine generelle Festlegung von Besteuerungs-, Entlohnungs-, und Sozialleistungssystemen stoppen.
Die Staatengemeinschaft darf nicht länger die Ausbeutung der Ärmsten als eine Grundlage ihres Wirtschaftswachstums erlauben; der einstige Kolonialismus ist heute der Kolonialismus des freien Kapitals der auch noch als Entwicklungshilfe postuliert wird.
* Titel entliehen von einem Werk Erich Fromms
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10. Juni 2006, 01:12 Uhr, ZenonWM-Song. Nach "Imagine"In München
In München lacht der Himmel.
Der Weg ist endlich frei!
Nur Käptn Ballack
Ist vorerst nicht dabei.
In Münchens Top-Arena
startet die WM ...
In München nimmt das Spiel nun
Mit Toren seinen Lauf:
Lahm glückt ein schöner Treffer;
Dann wacht der Gegner auf.
In Münchens Top-Arena
Steht es eins zu eins ...
Oh, oh, wer mag noch darauf wetten,
Dass das Klinsmann-Team es schafft?
Hält vielleicht das Unentschieden,
Dazu hat's wohl noch die Kraft.
In München geht es weiter:
Zwei Mal schiebt Miro ein.
Zwar kommt's zum Anschluss, aber
Ein Freistoß passt noch rein.
In Münchens Top-Arena
Endet's vier zu zwei ...
Oh, oh, wer mag nicht mit uns wetten,
Was das Klinsmann-Team noch schafft?
Und komplettiert, mit Käptn Ballack,
Holt's, wer weiß, die Meisterschaft!
2 Kommentare Aus der Wortstation: http://zenon.wortbeitrag.net 
08. Juni 2006, 18:33 Uhr, WilliSchulfernsehen(oder 'Vom Missgeschick, zum Gymnasiastenglück')
Sie sollten sich paarende Vögel ansehen,
es war aber ein kleiner Fehler geschehen,
so sahen sie, sich vögelnde Paare,
durch einen Fehler beim Liefern der Ware.
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07. Juni 2006, 10:31 Uhr, WilliTrinklied ?Nix Verse über Trinkgelage, / der Suff war immer schneller.
Denn beim Bechern keine Frage, / war ich ein Spezieller.
Wenn alle längst am Schlafen waren, / war ich am Entsorgen,
trank hin und wieder einen Klaren, / wenn nötig auch am Morgen,
weil ohne; - war nichts mit konzentrieren, / kaum möglich mich zu kämmen,
aber ja, mit zwei drei Bieren, / war das zittern schon auch einzudämmen.
Ich kenne keine romantischen Geschichten, / vom Glas Wein am offenen Feuer,
ich kann nichts lustiges berichten, / der Schaden ist zu gross, zu teuer.
Ein frohes Lied zum trinken, / kann ich nicht verfassen.
Es würde Rollstuhlfahren oder hinken, / drum werde ich es lassen.
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05. Juni 2006, 01:05 Uhr, SilvanaDatesSternzeichen Schütze. Man sagt, die seien Freihetsliebend, bräuchten Ihren Freiraum. Kollegen seien Ihnen sehr wichtig. Naja, wie auch immer. Einen Aszendenten soll es ja auch zu jedem Sternzeichen gebern. In diesem Fall kenne ich ihn aber nicht.
Im Gespräch fragt man dann mal nach den berühmten 3 Dingen welche man auf die Einsame Insel mitnehmen würde. Da kommt dann natürlich zuallererst eine Person, welche natürlich auch noch weiblich sein sollte. (man denke, man ist also verpflichtet mit dieser auf der Insel zu leben. Und wir haben hier einen Freeihetsliebenden Schützen) darauf folgt ein verschmitztes lächeln, welches nur allzu gut offenbart was in diesem Moment gedacht wird. Da hätten wir ihn Wieder, den Schützen. Oder besser gesagt, hätten wir hier doch den ASzendenten...? Man würde fast glauben, das ihm dann eine Frau an der Seite wichtiger ist als seine Kumpels. Oder ist es vielleicht doch einfach nur der SEx welchen den Mann dazu treibt seine doch so wichtigenh Kumpels allein zurück zu lassen?
als zweite Antwort folgt das Feuerzeug, und als drittes das Messer. KLuges Bürschchen würde man fast sagen, aber auf meine Frage was den mit dem Süsswasser sei, meint Man(n) das würde man nicht brauchen, da Man(n) ja eoin Messer hat und mit diesem Messer Ananas sammeln könnte, und hueraus gäbe es ja dann Ananassaft.
Oh, denkt da manch eine FRau welche sich bereits auf dieser nicht so einsamen Insel sieht. Wie toll, der Mann auf einem Baum, mit geballter Muskelkraft am Ananas und kokosnuss pflücken, nur um seine auserwählte Frau zu beglücken.
Dies ist dann so richtig Gentleman-like. Genau so Gentleman-like wie das aufhalten von Türen, oder das lassen des Vortrits beim begehen eines Clubs oder Restaurants.
Genau in so einem Club erzählt dann der Schütze dass er hoffe man (oder besser gesagt FRAU) mache sich aufgrund des Sexes (welcher die Woche davor ein einziges mal stattgefunden hat) keine Hoffnung auf eine Beziehung oder irgendwelche Gefühle. Schliesslich hatte der Schütze dies schon mal, und aufgrund von daraus resultierenden schlechten Erfahrungen wolle er dies in Zukunft meiden.Er ist mit mir der gleichen Meinung, dass Beziehungen welche auf SEx aufgebaut werden nicht gut sind.
Nja, ok, sage ich mir und ihm. Und erkläre das auch ich Gefühlsmässig nicht so schnell zu erobern bin.
Aber halt..... merke ich..... wie war das nochmals mit der Insel... und der FRAU?????
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03. Juni 2006, 20:33 Uhr, WilliMister Schweiz 2005-06'Zum Abschied'
Lieber Renzo Blumenthal,
ihr Amtsjahr ist zu Ende.
Es war schlicht phänomenal,
und brachte eine Wende.
Ein Junge aus dem Bauernstand,
zeigte dem ganzen Schweizerland,
was klug ist und behende.
3 Kommentare Aus der Wortstation: http://willi.wortbeitrag.net 
02. Juni 2006, 04:30 Uhr, EpiphaniusEleonas - Gravia - SkamnosKam um 8 Uhr aus der Höhle bei Eleonas raus und beging dann gleich steil die Serpentinen weiter; bei anfänglichem Nieselregen. Nach drei oder vier Kurven wurde der Wind zu kalt und so zog ich die Jacke an. Das Mehr an Schutz nahm mir auch etwas die Schmerzen über dem Schlüsselbein und der linken Schulter; ich hoffte, daß es kein Coronarschmerz sei; das lange Winterquartier in Patras, hatte mich meine Kondition gekostet.
Ein PKW hielt und kam im Rückwärtsgang zu mir; zwei junge Männer wollten mich mitnehmen. Angesichts ihrer erschreckenden Bräune im Gesicht und ihrer jugendlich leichtfertigen Mienen, fiel es mir leicht, das Angebot abzulehnen. ›Meta podia, zu fuß, aber vielen Dank, Ephkaristo‹ - sagte ich.
Ich walkte mich 6 Stunden bergauf; dann erreichte ich den Scheitel von 1400m, genannt ›Pass 41‹. Da oben gab es auch zwei Tafeln zum Wandern, aber ich wurde daraus nicht recht schlau. Kurz dahinter lag ein aus dem Auto geworfener Obstbeutel auf der Straße; vielleicht aus Mitleid für mich oder ein Engelsgeschenk, - sowieso. Ein Apfel und eine Birne hatten den Aufprall überstanden; die Birne verspeiste ich im Gehen. Die Euphorie über das nun stetig starke bergab ließ mich etwas schnell schreiten; ich bremste mich aber bald wieder. Etwa drei km vor Gravia fiel einmal ein stärkerer Regen; um 18 Uhr kam ich unten an.
Hier hielt ich die Wasser- und Bedenkpause am Brunnen mit der Frage: ›Wo bleibst du? Dein Feierabend ist längst überfällig‹. Im Supermarkt erstand ich einen halben Liter Milch; am Ortsausgang errichtete ich kurzerhand das Zelt unter einem verlotterten Rohbau; anfangs mit dem Bedenken, ›ob sich wohl jemand daran störe‹; der Platz war wie ein Präsentierteller einsehbar.
Oben, noch vor der Passhöhe, hatte ich einen langezogenen Klagelaut vernommen, den ich so an sich in keiner Weise zuordnen konnte; er erinnerte mich etwas an das Rufen eines Esels. Als ich auf gleiche Höhe kam, sah ich in 20m Tiefe den Hund auf seiner Flanke liegen; er war wohl angefahren worden und konnte nun nicht weiter;
Sein Lauten wiederholte sich in immer gleicher Weise; es begann kehlig im Kopf und umgriff in weitem Bogen sein ganzes seelenschweres Herzen der Welt in seiner Brust; ich war tief erschüttert und in meiner Hilflosigkeit fühlte ich mich schuldig; ich war zur passiven Rezeption seines erbärmlichen Abschieds verbannt.
Ich dachte, ›Du mußt ihm den schnellen Tod schenken‹, ich dachte ›Aber wie?‹ Zum ersten mal auf meinem Weg wünschte ich mir hier die Waffe. Und doch, mein letztes Hoffen war, dieses Lebensabschiedslied der Natur hat seinen Sinn; auch den, ihm hier noch einmal zu gedenken.
Ich hatte später an der Tankstelle gefragt, ob ein Hund vermisst werde und erzählte von dem verletzten Tier; der Tankwart jedoch fand sich nur zu den Worten: „Ach, das ist doch nicht der Sorge wert!“ Ich dachte, ›ja, so spricht ungeheuchelt das existentielle Bewußtsein‹.
Dreimal traf ich oben auf Schäfer die mich auch freundlich grüßten; mit einem kommunizierte ich; daß hier einer angelaufen kommt, ist ganz und gar etwas Besonderes. An einer weiteren Höhle war ich vorbei gekommen; sie war mir aber zu hoch über der Straße gelegen und der Abstieg zum Wasser des Baches erschien mir zu tief.
Schlief gestern Abend um 20 Uhr ein; mit meinen 2-3 mal Wachwerden; wie immer; morgens, kurz vor 7 Uhr Aufstehzeit; Aufbruch um 8 Uhr. Ging dann nach 3 km rechts ab auf die kleine Parallele und das war ein Glücksfall. Hier gab es praktisch keinen Autoverkehr mehr; Bravos war ein friedvolles und gepflegtes Dörfchen; Skamnos ebenso; aber hier mit Aussicht auf ein gewaltig tiefes, fruchtbares, grünes Kesseltal; auf dessen anderer Seite konnte ich ein Stückchen der Thessaloniki-Bahnstrecke erkennen.
Hinter Skamnos wurde die kleine Straße etwas wüst; herabgefallene Steine auf der Fahrbahn wurden nicht mehr beseitigt; die Straße wohl eh nicht mehr viel benutzt. Hier kam mir ein Motorrad langsam entgegen und stoppte. Er und sie, aus der Schweiz, fragten mich nach dem Weg nach Delfi. Ich holte die Karte raus und erklärte es ihnen; beschrieb dabei auch meine Route. Sie staunten: „Aber, sie haben wenigstens ein Ziel“ und „da findet man richtig zu sich selbst.“ Ich bejahte dies da, aber hinterher hätte ich dann doch lieber ›eventuell‹ gesagt; und: ›Die Erziehung und Sozialisation hält einem noch lange vielfältig im Griff‹. Wir verabschiedeten uns mit guten Wünschen; echt gemeinten und herzlichen. Ich war froh, über diese erste richtige, kleine Unterhaltung seit langem. Ich war vorher an einem ambulanten Händler vorbeigekommen; als ich die Säcke mit Hülsenfrüchten und die Waage darin sah, fragte ich ihn spontan auf griechisch: „Echete ladi?“ - haben sie Öl? „Ochi ladi“ - kein Öl, war seine Antwort gewesen; wir hatten uns verstanden.
Beim Erwachen heute morgen hatte ich auch gedacht, daß es nicht in Ordnung sei, so große Strecken und Höhen in so kurzer Zeit zu bewältigen, daß ich es doch lieber besinnlicher angehen sollte; ich entschuldigte mir die rasche Passüberquerung damit, daß es da oben in den Bergen zu kalt, regnerisch und windig sei und man besser daran tut, sie rasch zu überwinden.
Als sich heute Nachmittag die kleine Straße und die Neue in der Richtung trennten, es ging schon wieder bergab, kam ich hinter einer Kurve zu einer Wasserstelle, die mir wie ein großes Geschenk erschien; zum einen wegen der ruhigen Lage, in den letzten 3 Stunden kamen vielleicht drei Autos und ein Mopedfahrer vorüber; zum Anderen, ob der Aussicht auf das Delta des Maliakos-Golf und auf die große Stadt Lamia auf der anderen Seite. Am Himmel hingen nur wenige Wolken; die Sonne schien warm; der Wind war ein sanftes Lüftchen. Ich begann gleich die Gunst der Stunde zu nutzen; wusch mich und meine Körperkleider in gänze; ohne Seife; ich wollte dem daraus eventuell noch trinkenden Vieh nicht den Geschmack verderben; zog die Sachen feucht gleich wieder an; sie sind inzwischen, - ich habe noch den Schlafsack in der Sonne ausgelegt, die vom Regen spröden Schuhe kräftig gewachst und auf dem neuen Detailkartenabschnitt die weitere Route erkundet; - wieder so gut wie trocken.
Der Abend hier, in großer Stille; tief drunten wie oben das Funkeln mir; der Kosmos, die himmlischen wie irdischen Lichter.
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