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WORTBEITRAG

24. Januar 2007, 23:08 Uhr, zivilpunker

In der Küche der Moral

In der Küche der Gesellschaft wird mit Moral gekocht,
während ich an der Theke ein Teller Vernunft zu mir nehme,
fragt ein Nachbar: 'ob ich noch ganz bei Verstand wäre',
dabei würze ich doch nur mit Erfahrung ?!
Auf der Speisekarte weise ich ihn auf ein schönes Stück Gewissen hin.
Der Kellner möchte kassieren, ich bezahle wie immer mit meinem Charakter.

  3 Kommentare

Aus der Wortstation: http://zivilpunker.wortbeitrag.net

22. Januar 2007, 20:09 Uhr, Epiphanius

Abbé Pierre

Ein Licht hier im Gedenken an Abbé Pierre. Er starb heute Morgen um 5.25 Uhr in Paris.

FAZ.NET Emmaus-Gründer Abbé Pierre gestorben
sueddeutsche.de Frankreich trauert um sein Idol
Zeit online Ein großer Mönch

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Aus der Wortstation: http://epiphanius.wortbeitrag.net

22. Januar 2007, 07:41 Uhr, Epiphanius

Vernunft und Glaube

Vernunft und Glaube verstehe ich nicht als gegensätzlich, sich gegenseitig limitierend oder getrennt voneinander.

Die Religionsstiftungen als Erziehungsprogramme der Menschheit betrachtet, heben diese erst auf ein Niveau der Vernunftfähigkeit und damit zur Befähigung gemeinschaftliche Wertekodexe zu differenzieren.

Glaube heißt so abstrahiert die Bejahung der Gemeinschaft der Vernunftwerte. Die Gemeinschaft steht hier im Mittelpunkt.

Diese Wertegemeinschaft war einmal das theokratische Zentrum der Gesellschaft und seine Erfüllung bei den Christen die Verwirklichung der Gottessohnschaft und des Menschseins in dem Beziehungsbegriff Kinder Gottes. Gott war hier keine Statue noch ein Bild noch ein intellektuelles Funktionssystem; er war eine transzendente Beziehungsganzheit, der der Mensch nur in einer Art von frommem Leben nahe kam.

Heute ist Gott im Leben der Menschen weitgehend entthront. Es zählt nun nur mehr das Ich, das Gesetzt, Intellektualität und Funktionieren.

Maximale Freiheit des Ich, Intellektualität, Ellenbogen und die Freiräume oder Lücken des Gesetzes bei Marginalisierung der Gemeinschaft, dass ist die heutige Konstellation der Welten, in der die Partikularinteressen immer rücksichtsloser um Reichtum und Macht kämpfen.

Es ist klar, dass ich unter der Vernunft weit mehr verstehe, als die geregelte existentielle materialistische Orientierung.

Vernunft ist mir mit Jesus von Nazareth eine revolutionären Vision; die Versetzung des Gemeinschaftsmenschen in eine höhere Klasse des Erziehungsprogramms.

Nur, er weigert sich beharrlich, der Bengel, er denkt immer noch, full spectrum dominance und overkill, biologische Waffen, Geheimdienste, Plutokratie und das Alles sei die höchste Vernunft von Gottes Gnaden.

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Aus der Wortstation: http://epiphanius.wortbeitrag.net

18. Januar 2007, 01:13 Uhr, Willi

Das Üben des Spagat's

(Überall und immer)

Austritt, - tönt ganz moderat,
(so wie 'muss mal für kleine Jungen')
bedeutet meist Gewalt und Schmerz.

Ich überlasse ihnen den Spagat; -

(Vielleicht wird 'nur' gemobbt,)
doch vielleicht tritt eine Kugel aus,
tifft den Kopf, den Bauch das Herz,

Ich bleib ''Nichtmitglied'', bei Kirche, Mafia und Verein,
was will ich mehr als Mensch zu sein?

PS: Es fällt aber auf, überall gilt Austritt als Verrat!!

  1 Kommentar

Aus der Wortstation: http://willi.wortbeitrag.net

12. Januar 2007, 07:44 Uhr, zivilpunker

Wahrhaftig

Die Frage nach dem Sinn
verfolgt so manche Geister
die Frage nach dem Wert
klingt schon etwas dreister

Erkenntnis bringt Sinnlosigkeit
man kann sie auch beweisen
es muss nicht alles wertvoll sein
worauf so manche scheißen

Bleibt die Frage nach dem Sinn
und der ist konstruierbar
dreh und wenden bis ich spinn
Erkenntnis ist nicht beweisbar

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Aus der Wortstation: http://zivilpunker.wortbeitrag.net

10. Januar 2007, 20:14 Uhr, Epiphanius

Die Phase der Agitation

Das vergangene Jahr mit seinen Texten war mir fruchtbar im Sinne einer geistigen Klärung und Standortbestimmung. Ich danke Gott und Allen, die dazu in Kommentaren, Diskussionen und sonstwie beigetragen haben. Eure etwa 360 000 Seitenzugriffe auf den verschiedenen Servern haben mich doch auch motiviert.

Das neue Jahr sehe ich nun nicht als ein Jahr der Texte sondern als ein Jahr des Handelns und des Werbens.

Ich werde mich zum Ende des Monats auf eine Deutschlandtour begeben und auf den öffentlichen Plätzen der Städte agitieren.

Dies ist mir ein neuer Entwicklungsprozess, von dem ich noch nicht weiß, ob ich überhaupt der richtige Mann dafür bin und wie er sich ausgestalten wird.

Wenn mein Tun hier fruchtlos bleibt sehe ich als meine Destination das Land der Griechen.

Alles so Gott will.

Vielleicht beginne ich folgendermaßen:

Diese Politik der Heuschrecken
dieses Europa der Heuschrecken
diese Welt unter dem Diktat der Heuschrecken ...
ist ein Ergebnis unserer materiellen Gesinnung.

Wacht auf!
Besinnt Euch!
Das Zeitalter des Postmaterialismus hat begonnen.

Der Geist will Einfachheit,
der Geist will Solidarität,
der Geist will Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.

Konsum ist die Versklavung an die Kapitalisten.
Geld auf der Bank ist Teilhabe an den Kapitalisten.

Die Lebensform der Zukunft ist die nachhaltige Geist-, Produktions- und Gütergemeinschaft.

Wir sind kein Humankapital, wir sind Menschen.

Nieder mit dem Regieren der Heuschrecken!
Nieder mit dem Europa der Heuschrecken!
Nieder mit der Weltdiktatur der Heuschrecken!
Nieder mit den Kirchen und Palästen des Kapitals!

Aber, ich ahne, für die Straßen und Plätze wird mir der Geist noch ganz andere Worte schenken.

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Aus der Wortstation: http://epiphanius.wortbeitrag.net

06. Januar 2007, 00:20 Uhr, zivilpunker

Deckmantel

Getünchtes Gewissen
schreit unter dem Teppich
um das Rückgrat zu schonen
nehme ich es auf den Arm

Steine im Glashaus
lackiert mit Moral
lassen tief blicken
ohne gesehen zu werden

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Aus der Wortstation: http://zivilpunker.wortbeitrag.net

04. Januar 2007, 14:14 Uhr, Epiphanius

Die Kapitalismuspädagogen

Bei einem der von mir häufiger gelesenen Online-Medien rezipiere ich auch regelmäßig die Kommentare. Artikel mit einer sozialen Relevanz interessieren mich da besonders. Seit einiger Zeit beobachte ich das folgende Phänomen: Es handelt sich dabei um Beiträge, die in irgendeiner Weise Anstoß geben zu kritischen Betrachtungen der Auswirkungen des gegenwärtig ja stark forcierten neoliberalen Kapitalismusregimes. Es reichen schon zwei kritische Äusserungen aus, da kommt plötzlich eine ausgesprochen heftig abgefaßte Zuschrift der pro neoliberalen Interessen, die die Kritiker offenbar stoppen und mundtod machen möchte; nicht mit Argumenten jedoch, sondern mit negativen Emotionen. Da wird die Intelligenz der Kommentatoren in Frage gestellt; da wird der Einwand als Sozialromantik abgekanzelt; da wird unterstellt, dass der Kritiker ja auch reich sein wolle, und gesagt, für die Erlangung und den Erhalt dieses Reichtums müsse er eben das neoliberale Wirtschaften in seinen harten Konsequenzen ertragen; da wird das mangelhafte Verständnis der komplizierten Zusammenhänge und Abhängigkeiten der globalisierten Wirtschaft angeführt. Diffamierung, Einschüchterung, Unterstellung und Mystifizierung ... das sind die Kampfpositionen totalitärer Regime. Das Regime heißt nackte Geldgier und Macht. Diese Störfeuer der Kritik habe ich folgendermaßen charakterisiert: Da lesen und schreiben nun auch die Kapitalismuspädagogen der Gesinnungswacht Graue Männer. Habt Acht und laßt euch nicht einschüchtern. Was ich so höre, hat diese Fraktion auch ganze Zeitungsflotten, Fernsehsender und Produktionen gekapert, die Regierungen Europas ja schon sowieso. Natürlich, das ist zum Teil die spekulative Position des Dissidenten.

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Aus der Wortstation: http://epiphanius.wortbeitrag.net

03. Januar 2007, 23:20 Uhr, zivilpunker

Genickbruch

Kognitiv und rational
kritisch mit versiertem Blick
selbstbewußt und nicht banal
brechen Dumme dein Genick

  2 Kommentare

Aus der Wortstation: http://zivilpunker.wortbeitrag.net

02. Januar 2007, 14:12 Uhr, Epiphanius

Harmonische Resonanzen

Der Artikschreiber ist zwar nicht ganz meine Wellenlänge, aber es finden sich in seinem Text doch zahlreiche harmonische Resonanzen und so taugt er mir auch für den Hinweis: Hier gibt es nahrhaftes Geistesfutter. Die Zeit online Suche: Die verlorene Zeit Von Christian Schüle

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Aus der Wortstation: http://epiphanius.wortbeitrag.net

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