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WORTBEITRAG

24. Juni 2007, 07:55 Uhr, Willi

das Ende....ein Anfang

Betretenes Schweigen
bei den Mutigen und Feigen,
im Garten des Prinzen.

Dem Thronfolger,
derer von Kuntzen und Hintzen.

Zertreten war das Gemüse fürwahr
von ganz vielen Füssen,
nicht nur von ein paar.

Ja ja, eine tragische Familiengeschichte,
drum sagte ich mir:
„Hör auf zu jäten und Dichte!“

  1 Kommentar

Aus der Wortstation: http://willi.wortbeitrag.net

03. Juni 2007, 15:07 Uhr, Epiphanius

Im Linienspiel der Aurich-Feder

Samstag-Mittag-Schwebung auf der einzigen Bank im Schloßhof, auf dem Rasen vor der Front der Staatsanwaltschaft. Luftzug wiegt den Blattschatten gravitätischer Bäume. Nach der Haltlosigkeit im Strom der Flanöre, Sinnenruhe hier im Vogelsang. Den Kopf verglüht an Drewermannens Schriften, tastet er nach sich in den Worten der Situation; substanzlos scheinen sie ihm; Himmel, Wind und Sonne erzeigen ihm die biogrüne Leere der Gedanken. Der Wolken Schattenkühle bezweifelt sein Verweilen und die Akkumulation einer Dichte des Seins. Ein unerfreutes Brautpaar posiert sich dem Bildnis zwischen den steinernen Löwen im Rosenspalier, so als wären sie nicht bei sich; der Bräutigam, kaum auszumachen, wie verloren, ein Figurant. Hinter ihm, aus der linken Ecke, entströmt das Schweigen den vergitterten Fenstern der Haftanstalt. Die Schritte einer jungen Frau mit Kinderwagen klappern rechterhand vorüber. Jungvögel piepsen aus den Zweigen. Kein greifbares Gefühl ihm, denn ein herber großmütterlicher Frieden. Ja, da ist Raum zu atmen; der Schemen eines unergriffenen Schreibers in der Notation. Die blaue Tinte aus dem Federhalter schiebt den Ballen, der Ellenbogen ankert auf der Seitenlehne; so die Sammlung in der Dreipunktstatik eines Körpers, der Statik einer Psyche wie am Rande der Galaxie - hier nun im Fokus eines Magerittenblümchens. Im Linienspiel der Feder gewahrt er verhalten die verbindende Zärtlichkeit, den Trost der Poesie.

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Aus der Wortstation: http://epiphanius.wortbeitrag.net

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