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26. Februar 2009, 18:45 Uhr, kai

Augenblicke, Blicke der Augen.

Es war Freitag und ich fand am Vortag einen Gutschein für die Saunalandschaft in Bad Krozingen. Kurzer Hand packte ich meine Tasche und zog los den Gutschein einlösen, er war fast ein Jahr alt.
An der Kasse in der Therme musste ich einen Euro draufzahlen, da sich die Preise erhöht hatten.
Nach dem Prozedere des Umziehens und Zeug für die Sauna umpacken befand ich mich gleich in einer neuen Schwedensauna, eine Art Blockhütte in sechseckiger Form, sehr geräumig und fast alleine schwitzte ich meine erste viertel Stunde des Tages.
Nun tropften die ersten kalten Ergüsse in Form von Wasser auf meine Haut, ich spürte und hörte ein Zischen. Natürlich eine völlige Illusion!
Der Kreislauf kann und spielt einem Streiche.

Jetzt nach einer Erholungsphase war ich heiß auf einen Aufguss und begab mich auf die Suche. Im Herzen der Saunalandschaft las ich auf einem Schild die nächsten Möglichkeiten.
Ein kurzer Check der aktuellen Uhrzeit erbrachte die Chance und ich zog von dannen, auf meinem Weg zur 90° Sauna stolperte ich fast über meine eigenen Füsse. Beim wieder einpendeln in eine mir gewohnte Körperhaltung standen zwei junge Frauen plötzlich vor mir.

Ein erster Augenblick, der zweite Blick meiner Augen.
Nackte Blicke unserer Augen.
Wir drei lächelten uns gegenseitig an, eine von ihnen öffnete die Türe zum nächsten Aufguss.
Doch der Eintritt blieb uns verwehrt, zu viele Menschen drängten sich schon auf den Saunabänken.
Unsere Blicke waren Teil einer nackten Begegnung und so schön diese Blicke auf hübsche Frauenkörper sich einprägten, so schnell verschwanden die beiden Mädels auch wieder und die meinige Erinnerung verschwamm.

Der nächste Saunagang wartete oben auf dem Dach in der Panoramasauna auf mich und nach all der Erregung tat das Schwitzen wieder gut.
Ca.25 Minuten und einem Aufenthalt draußen an der frischen Luft später, stieg ich die Treppen in Richtung Kräutersauna hinab.
Im Ruheraum des Kellergeschosses entdeckte ich 4 Augen, diesmal eingehüllt in Bademäntel. Erneut schmolz ich dahin bei diesen entgegen geworfenen Lächeln. Ich schlich davon und ging zu den Kräutern, schwitzen.

Das gab mir schon so zu denken, welch Begegnung und zwar ziemlich nackt. Ich glabe selbst nicht an Zufälle und diese Augenblicke wurden noch intensiver.
Die Krönung des Tages, die 100° Sauna stand auf meinem Programm. Mit der linken Hand zog ich die Türe auf und wer lag nicht in Blickrichtung rechts.
Die eine nackte mit dem Birnenhintern und dazu ihre Freundin mit dem Pfirsichhinterteil. Wuah und ab links hoch zum schwitzen auf die oberste Bank.
Man die Sauna ist doch wirklich warm genug und dazu noch zwei nackte Prinzessinnen, es wurde heiß!
Anfängliches Schweigen verschwand durch eine Flucht der Einen aus der Hitze der Sauna.
Irgendwie labberte ich etwas von jetzt noch Musik hier drinnen und wir kamen ins Gespräch.
Wir beide saunierten eine Ewigkeit schon nicht mehr und beide haben wir das Rauchen an den Nagel gehängt. Eine wirklich schöne schwitzende Zeit mit lieblichen Augenblicken folgte. Dann kam Besuch und diese Tussi wollte ihre Ruhe haben. War sie wohl eifersüchtig auf unseren Spaß? wer weiß es - ich weiß es nicht ...
Eine erneute Trennung, jeder ging seine Wege, meiner führte mich in die Dampfgrotte für die nächste unmittelbare viertel Stunde.
Ich muss es zugeben, sie spuckten in meinem Kopf herum.
Bei all dem ganzen Schweiß verspürte ich etwas wirklich kaltes. Das Freibecken, ein Sprung ins kalte Nass. Endlich Erholung und Blickfrei.
Die Türe nach draußen ging auf, die ersten und dann die zweiten bekannten Brüste huschten an meinen Augen vorbei.
Sie die vorhin früh aus den 100° verschwand schwamm gleich zu mir hinüber und ergriff die Initiative eines Gespräches.
Auch sie ist seit 1.Januar Nichtraucher oder heisst es eher Nichtraucherin!?

Augen-Blicke in der Sauna.
Augenblicke zu dritt.
5,5h blieb ich dort.
3 warme Körper und sehr viel Freude an diesem Tag.

Ich blicke sehr gerne zurück ... ;)

(Kai Peter Jasny)

  3 Kommentare

Aus der Wortstation: http://kai.wortbeitrag.net

07. Februar 2009, 10:30 Uhr, kai

Ein Klassiker - “DIE” berühmten 5 Min.

Gestern war es nun so weit und die Dota Kehr, besser bekannt als Kleingeldprinzessin spielt zu Freiburg ein Konzert.
Eine ca. 50m lange Schlange zog sich bis zum Eingang der KTS hin. Die Leute waren entspannt, rauchten, quatschten und freuten sich auf´s Konzert.
Nach einer guten halben Stunde erreichte unsere kleine Truppe aus Freunden schon leicht fröstelnd den Eingang. 14 Leute vor uns auf der Treppe trennten uns noch vom Konzertsaal, dann verschloss sich die Tür und wurde erst 5 Minuten später wieder geöffnet.
Eine junge Frau rief in das Treppenhaus - noch zehn Leute können rein, dann ist es übervoll !!!

In die Tageskasse vielen die Eurogroschen, pling und plang. Plang und pling schallte es zu uns hinunter.
Die Tür schloss sich erneut und diesmal zum letztenmal an diesem Abend für neue Konzertbesucher.
4 Leute vor dem Eingang blieb das Konzert uns verborgen und Dota spielte ohne uns auf ihrer Gittare.

Die berühmten 5 Minuten des zu spät kommen´s ... 'DIE' Erste ...

Auf dem Rückweg zum Auto beschlossen wir in die Stadt zu ziehen und entspannt einen Cocktail zu schlürfen.
Irgendwie konnten wir die Situation gar nicht richtig begreifen, wir gingen einfach so vom Geschehen davon.
Leere Köpfe unterwegs in der Kälte der Nacht.

In der Cohibar angekommen entdeckten wir einige Flyer mit dem Lockruf, Happy Hour bis 21 Uhr.

Ich zog mein Handy aus dem Hosensack und las die Uhrzeit ab. Neeeeeeeeeeeeeeee
N-Punkt wollte sie nun schnell wissen, die Zeit.

21:05 - 'Die' 5 Minuten zur zweiten .... *lach*

Es gibt Tage da verliert man ... aber zum Glück nicht den Sence of Humor!!! ;)

(Kai Peter Jasny)

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Aus der Wortstation: http://kai.wortbeitrag.net

02. Februar 2009, 00:49 Uhr, aulay

Brief an Orakel

Hallo meine liebe süsse Wundernase,

hast du dir die Hände gewaschen? nicht das du mir mein Tagebuch besudelst. Schliesslich bist du die erste Person die es sich anschauen darf.
Ich schreibe hier wirklich nur das rein was mich beschäftigt und bin deswegen auch sehr ehrlich zu diesen Seiten. Wenn man ehrlich schreibt, kann man auch ehrlich zu sich selber sein. Denn wenn man sich beim schreiben Dinge verwährt oder zensiert, lügt man sich selber an. Das ist mein Credo UND meine gratis Psychotherapie.
Ich möchte Dir über diesen Weg noch sagen, wie glücklich ich bin dich kennengelernt zu haben. Ich weiss, dass ich es schon ein paar Mal erwähnt habe, aber ich möchte es dir nochmals schwarz auf weiss auf die Nase binden: Du bist das Beste was mir in den letzten Jahren passiert ist! Du erfüllst mein Herz und meine Seele mit einem Gefühl, dass ich schon soooo lange nicht mehr gefühlt habe. Das du dich so für mich interessierst ist mir eine Ehre und ich freue mich, dich auch näher kennen zu lernen. Unsere Leben haben sich gekreutzt und ich hoffe, dass wir sie noch länger miteinander verbinden können. Ich denke an dich.
So, fertig Süssholzgeraspel und Gefühlsduseleien. Morgen ist ein Arbeitstag. Oder?

Allerliebste Grüsse und einen riesigen Schmutz auf deine wunderschönen Lippen!

Te quiero!
Dein O.

__________________________________


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Aus der Wortstation: http://aulay.wortbeitrag.net

01. Februar 2009, 17:43 Uhr, Epiphanius

Nerven, Nerd und Multiversen

Samstag Nacht, die Fesselung der Libido an selbst bestimmter Arbeit geht ihm nun ohne das Bildschirmruckeln durch Auslagerung der Daten vonstatten. Er hat den 1GByte-Riegel gegen ein 2GByte Modul ausgetauscht. Im Netz fand er die Anleitung dazu. Kosten: 22 Euro, eine halbe Stunde Bastelei und - ihm kalkuliert verschmerzbar - der Verlust der Garantie.

Task Coach, lexiCan, Firefox, Thunderbird, Xmind und OpenOffice stören sich nun nicht mehr aneinander. Nach 2 ½ Monaten hat ihm das System endlich die gewisse Reife.

Natürlich bedurfte es dem Netbook des externe DVD-Laufwerks und einer zweiten HDD, des Virtual Drive Manager; der Programm-CD´s als Images auf der Platte, des ActionCreators zum speichern von Webseiten im PDF-Format, der duzenden kleiner Helferlein als Portable Apps nicht zu vergessen.

Ja, in den letzten 20 Jahren hat sich ihm nicht nur die Alltagstauglichkeit der PC-Hard- und Software enorm verbessert, er resümiert auch seinen Umgang damit als einer Evolution vergleichbar.

Vorbei sind die Zeiten, dass er dem Charme der Funktionalitäten hinterher lief. Für die Website-Gestaltung hatte er sich als untauglich entlarvt. Das Programmieren war ihm wohl sehr reizvoll aber alle Zeit der Welt auffressend. Die Datensammelwut wird nun als archaisches Relikt belächelt … Emails dürfen ein paar Tage im Posteingang ruhen, somit des Partners Wort nicht gleich die Antwort einpeitscht.

Im Sage Reader hat er ein gutes Duzend RSS´s abonniert, darin findet er ganz zügig, was ihn heute interessiert. Wikipedia ist sein Entdecken und Verifizieren immer wieder. Seit neuestem hilft ihm auch Yahoo beim ersten Suchen schon wunderbar. Der Online-Katalog der beiden hiesigen öffentlichen Bibliotheken ist ihm die kleine Killerapplikation obendrauf.

Aber es ist schon auch so: Duzende von Programmen, die ihm wichtige Dienste Leisten, repräsentieren die Arbeit von zig tausend Entwicklerstunden … und er hat im Vergleich dazu nur kläglichste Marginalien entboten.

Sollten wir nicht vielleicht doch einen zentralen Sammeltopf für Programmierer schaffen? In den, fest verknüpft, eine Abgabe entrichtet, wer Hardware kauft und Netzflatratet?

Ja, nun hört noch dies: Der ihm von Organhändlern seit Jahren zerpflückt geglaubte Andreas hat ihn doch tatsächlich vor drei Tagen per Messenger gefunden und sich auf Kreta weilend durch biographische Details bewiesen.

Und jenes: Der chronische Apfelsaft-Abusus hat sich nun als sein Nervenrettungsring erwiesen und mit den Multiversen liegt er auch ganz hart am neuesten Trend.

Ach ja! Eine Anfrage bei der OnlineWache ob des Organvergrößerungs-Spam unter seiner gefälschten Emailadresse war wie Voodoo, seither ist ihm Spam ganz ausgestorben. Ein 'Dankeschön' dem sozusagen virtuellen Kampfmittelbeseitigungsdienst.

Als Wort zum Sonntag sei noch ein wenig C.G. Jung zitiert: „Die durch die Psychoanalyse herausgebrachte scheinbar äthilogische Geschichte der Neurose ist in vielen Fällen in Wirklichkeit wohl nur ein Verzeichnis passend ausgewählter und gerichteter Fantasien, Reminiszenzen usw., welche sich der Patient aus jener Libido erzeugte, die er für die biologische Anpassung jeweils nicht verwendete.“

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Aus der Wortstation: http://epiphanius.wortbeitrag.net

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